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Beitrag von O2-guys wife am Di 11 Okt 2011 - 6:17

Besonders die rotmarkierten Sätze sind intressant. brille zwinker
Und ich habe auch schon öfters darüber nachgedacht.


Etliche Aussagen belasten Jacksons Arzt Murray

Warum verschwieg Michael Jacksons Arzt Murray die Gabe eines Narkotikums? Im Prozess um den Tod des "King of Pop" wurde eine Vernehmung Murrays vom Band eingespielt.

Michael Jackson lebt, er lebt nicht nur in seiner Musik, sondern als reale Person in dieser Welt – davon ist zumindest Sharon Sidney überzeugt, die als eingeschworener Fan des „King of Pop“ den Prozess gegen dessen Leibarzt Conrad Murray in Los Angeles verfolgt.


Der Prozess gegen Jacksons Leibarzt Conrad Murray


Michael Jackson, den sie 2004 bei einer Ehrung in Indiana kennen lernte, bei der sie eröffnende Worte sprechen durfte, sei keineswegs an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol gestorben, erzählt Sidney außerhalb des Gerichtsgebäudes Journalisten. Er sei vielmehr entführt worden, werde an unbekanntem Ort gefangen gehalten und gezwungen, weitere Hits zu produzieren.

Die Ankläger und Verteidiger von Murray halten sich mit derartigen Theorien auch in der am Dienstag begonnenen dritten Prozesswoche nicht auf.

Ihnen geht es um die Frage, ob der Leibarzt den Künstler falsch medikamentierte, wie es die Staatsanwaltschaft behauptet, oder ob Jackson eigenmächtig eine zu starke Dosis Propofol nahm, um nach einer durchwachten Nacht endlich einschlafen zu können, was Murrays Anwälte glauben machen wollen.

Fahrlässige Tötung oder selbst verschuldetes Ableben? Um Licht in diese Streitfrage zu bringen, wurde der Jury die Aufzeichnung einer Vernehmung Murrays durch die Polizei von Los Angeles vorgespielt, aufgenommen 48 Stunden nach dem Tod Jacksons.
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"Ich war entsetzt, dass er nicht mehr atmete“

Am Freitag voriger Woche war bereits der Anfang dieses zweistündigen Gesprächs im Gerichtssaal eingespielt worden, das am 27. Juni 2009 in einem Hotel in Los Angeles in Anwesenheit von Ed Chernof, dem Chefverteidiger des Mediziners, durchgeführt wurde.
Video


Toxikologe belastet Jackson-Arzt Murray

Murray sagte darin, er habe Jackson vor dessen Tod von dem starken Propofol zu entwöhnen versucht. Am 25. Juni habe er ihm aber dann doch auf dessen intensive Bitte eine geringe Menge des Sedativs, 25 Milligramm, verabreicht. Er, Murray, habe „für ungefähr zwei Minuten“ das Zimmer verlassen. „Ich kam zurück an sein Bett und war entsetzt, dass er nicht mehr atmete“, so der Arzt.

Doch Zeugenaussagen legen einen anderen Zeitablauf nahe. Danach hielt sich Murray bedeutend länger außerhalb des Schlafzimmers von Jackson auf, um mit zwei Geliebten zu telefonieren und Textnachrichten zu versenden.

Zudem habe er eine E-Mail an den Veranstalter der bevorstehenden Michael-Jackson-Tournee geschickt. Murray habe seine Pflichten als Arzt grob vernachlässigt, lautet denn auch der zentrale Vorwurf von Chefankläger David Walgren. Das Bild, das er zeichnet, ist das eines Arztes, dem es ums Geld ging.

Wäre die Tournee geplatzt, hätte Murray kein Gehalt bekommen

Vier Millionen Dollar habe er zunächst verlangt, als Jackson den Mediziner, der zuvor gelegentlich die drei Kinder des Weltstars bei leichten Erkrankungen behandelt hatte, für die Dauer seiner Tournee anheuern wollte. Murray wurde heruntergehandelt auf ein immer noch großzügiges Gehalt von 150.000 Dollar im Monat.

Wäre die Tournee geplatzt, hätte Murray darauf verzichten müssen. Darum habe er in der Folge alle Hinweise auf die angegriffene Gesundheit des erschöpften Jackson als gegenstandslos abgetan.
Video
File photo of Doctor Conrad Murray with his lawyer Edward Chernoff during his arraignment on a charge of involuntary manslaughter in the pop star's death, in Los Angeles


Ist Jacksons Leibarzt schuld am Tod des "King of Pop"?

Der Arzt selbst habe dem Sänger und Tänzer, der am Tag vor seinem Tod eine strapaziöse Probe für die geplanten Auftritte absolvierte, die tödliche Dosis Propofol verabreicht. Danach habe er auf die bei einem derart starken Narkosemittel notwendige akribische Überwachung seines Patienten verzichtet.

Belastend für Murray, dem im Fall eines Schuldspruchs vier Jahre Haft drohen, sind etliche Aussagen. Jacksons Leibwächter Alberto Alvarez gab im Zeugenstand an, Murray habe ihn zunächst Medikamente und Ampullen rund um Jacksons Bett in Taschen verpacken lassen und danach erst aufgefordert, den Notruf 911 zu tätigen.

Dieser Anruf erfolgte erst 22 Minuten, nachdem Murray den persönlichen Assistenten von Jackson angerufen und dringlich gebeten hatte, sofort in die Villa zu kommen.

Im Krankenhaus bat Murray die Ärzte inständig, „nicht früh aufzugeben und hart zu kämpfen“ für die Reanimation seines „Freundes“ Michael Jackson.

Doch er verschwieg den Kollegen, dass der Künstler Propofol, in welcher Menge auch immer, genommen hatte.

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13654122/Etliche-Aussagen-belasten-Jacksons-Arzt-Murray.html

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