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Verhandlung.Tag 1,2..............

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10. Prozeßtag - Di. 11.10.2011 2. Zeuge: Dr. Christopher Rogers - Patologe

Beitrag von Billie - Jean am Mi 12 Okt 2011 - 19:19


* Dr. Christopher Rogers ist Arzt und der Deputy Medical Examinar von LA County. Als solcher führt er Autopsien durch und bestimmt die Todesursache und wie bzw. wodurch der Tod eingetreten ist. Rogers arbeitet seit 1988 als Deputy Examiner.

* Er ist der 'Chief of Forensic Medicine' (dem Teil der Pathologie, der sich mit gerichtsmedizinischen Fällen befasst, also mit plötzlich eingetretenen, durch Gewalt oder durch unerklärliche Ursachen eingetretenen Todesfälle).

Was ist eine Autopsie?
* Am Verstorbenen wird eine äußere und innere Leichenschau durchgeführt.
Bei der äußeren Leichenschau wird nach Verletzungen, äußerlich erkennbaren Krankheiten, Narben, Tattoos (Erkennungsmerkmale) usw. gesucht.
Bei der inneren Leichenschau sucht man nach Abnormalitäten, Krankheiten in den Organen und man entnimmt Proben für die Toxikologe.

Rogers hat ca. 1000 Obduktionen beigewohnt bzw. hat diese selber durchgeführt.
Rogers führte die Obduktion bei Michael durch. Diese fand am 26. Juni 2009 statt.

Am 26. Juni 2009 konnte Rogers noch keine Todesursache nennen. Nach der Autopsie konnte er nichts auffälliges feststellen, was zum Tod geführt hätte.

Michaels allgemeiner Gesundheitszustand
* Michael war gesünder als der durchschnittliche Mensch in seinem Alter
* Hatte Michael sonstige, kleinere gesunheitliche Probleme? Ja.
* Diese sind: Vergrößere Prostata (führt zu Schwierigkeiten beim Urinieren); Vitiligo (Depigmentierung der Haut); Dickdarmpolypen; kleinere Schwellungen im Nervensystem/Lunge; chronische Entzündungen und Narben; Arthritis
* zahnmedizinische Untersuchung: Wurzelbehandlungen, Implantate
* Schädel: unregelmäßige Pigmentierung (Vom Brand beim Drehen der Pepsi Commercial)

* Michael war 5 foot 9 groß und wog 136 pounds
* sein BMI ist im Normalbereich
* Er war sehr dünn, aber laut BMI im Normalgewicht.

Es wird nun für kurze Zeit das Autopsiefoto von Michael eingeblendet. Es zeigt Michael nackt, wobei die Genitalien unkenntlich gemacht wurden.
(Ich setz absichtlich nur den Link hier rein.Ist wirklich nichts für Sensible, also bitte vorsicht victory )

sein Körper
http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/…1i06vj7arhx.jpg
sein Arm
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/a…2pe83sixljy.jpg

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Mi 12 Okt 2011 - 19:20

Fortsetzung:
* Dieses Bild zeigt auch visuell Michaels Gewicht? - Ja.
* MJ hatte keine Herzprobleme.
* Seine Herzkranzgefäße zeigten keine Artheriosklerosis, was ungewöhnlich war (im Alter von 50 Jahren hat das eigentlich fast jeder; dabei handelt es sich um Fetteinlagerungen an den Gefäßwänden)
* MJ war für sein Alter ein gesunder Mensch
* Es gab keinerlei äußere Einwirkungen, die zum Tod hätten führen können.
* Der Esophagus (Verbindet Mund mit dem Magen) war intakt. Es war keine weiße Flüssigkeit darin.
* Befanden sich im Mageninhalt (70g) Tabletten oder Kapseln? - Nein.
* Am 26. Juni 2009 war die Todesursache nicht feststellbar. Man musste auf die toxikologischen Ergebnisse warten.
* Später schaute er sich dann CMs Aussage an, besprach alles mit Experten und kam zu der Todesursache 'Homicide'.

Warum kam er zu dem Schluss, dass es sich um 'homicide' handelt?
* wurde das Propofol und andere Medikamente durch eine andere Person (und nicht MJ selber) verabreicht. CM sagte ja aus, dass er MJ Medikamente verabreicht hatte. Außerdem gab es bei 'insomnia' nicht die Indikation, diese Mittel zu verabreichen.

* wurde Propofol in einem 'non-hospital setting' also nicht im Krankenhaus verabreicht.

* Dadurch waren einige Überwachungsgeräte (EKG, ein Gerät zur exakten Vergabe von Medikamenten - IV Pump, Geräte zur Wiederbelebung, Medikamente etc.) nicht vorhanden.

* und die Umstände unterstützen nicht die Möglichkeit, dass sich MJ die Medikamente selber verabreicht hat. MJ schlief als CM zur Toilette ging. CM war 2 Minuten weg. In dieser Zeit hätte MJ aufwachen müssen (obwohl er unter dem Einfluss einiger Sedativa stand), hätte sich das Mittel selbst verabreichen müssen, das Mittel hätte im Blut zirkulieren müssen, bevor dann MJs Atmung aussetzt. Dass das alles in 2 Minuten passieren kann, ist sehr unwahrscheinlich.

Wahrscheinlicher ist die andere Variante, nämlich dass CM MJ von Zeit zu Zeit immer ein bisschen Propofol gegeben hat, er die Dosierung aber abschätzen musste. Dabei kann es leicht zu einer Überdosierung kommen.

Wie lautet dann also die Todesursache?
* Akute Vergiftung mit Propofol.
Dazu beitragender Umstand: Bezodiazepine Effect.

Die Benzodiazepines (Midazolam, Lorazepam) verstärken die Wirkung von Propofol und können schneller dazu führen, dass der Mensch aufhört zu atmen. Außerdem kann auch das Herz schneller aussetzen.

Foto - Diagramm von MJ (Zeichnung, in der alle Narben, Einstiche usw. festgehalten werden)
Unter dem linken Knie befindet sich eine Einstichstelle - dort hat CM die Infusionsnadel platziert.

Walgren zeigt Rogers ein Foto von einer 100ml Propofol-Flasche. Diese hat einen metallischen Verschluss, eine Art Alufolie. Diese Folie hat kein Einstichsloch, wie es von einer Nadel kommen könnte, sondern eher einen längeren Riss, wie er von einem 'Spike' (Infusion) hervorgerufen wird. Rogers bestätigt, dass der Riss so aussieht, als wäre er durch einen Spike verursacht worden.

Kreuzverhör Flanagan
Wie immer ist Flanagans Befragung sehr zäh, unkoordiniert und schwierig nachzuvollziehen. Er springt von einem Thema zum nächsten und verstrickt sich in medizinischen Fachbegriffen.
Im Folgenden könnt ihr also einen groben Überblick lesen, bei dem jedoch einiges ausgelassen wurde, weil sich Flanagan ständig wiederholt.

* Der Riss in der 100ml Propofol Flasche sieht aus, wie wenn ein Spike ihn hervorgerufen hätte? - Ja.
* Normalerweise vermischt man Propofol bei der Vergabe mit saline? - Kann man so machen, ja.
* Dann wäre aber auch Propofol in der IV Bag? - Ja. Propofol hat auch die Tendenz, am Plastik zu kleben.
* Propofol verfällt schnell, wenn es erstmal geöffnet ist. Wenn man also nur 25mg entnehmen will, macht es keinen Sinn, eine 100ml Flasche zu öffnen, da man diese nach 6 Stunden bereits entsorgen müsste? - Richtig.
* Propofol muss langsam verabreicht werden? - Ja.
* Flanagan will nun wieder Auskünfte zu Blood Levels haben, er spielt verschiedene hypothetische Szenarien durch und möchte dann von Rogers die Menge Propofol im Blut wissen. Rogers versucht dies auszurechnen. Insgesamt ist aber die ganze Befragung diesbezüglich sehr verwirrend.
* Wenn Propofol um 10:40 oder 10:50 Uhr vergeben werden würde (25mg in 3-5 Minuten), wie lange würde der Patient schlafen? - ca. 5 Minuten
* Hätte Propofol nach seiner Wirkung, wenn Patient wieder wach ist, noch irgendeinen Effekt? - Nein.
* Was passiert, wenn man Propofol nicht langsam vergibt, sondern alles auf einmal spritzt? - Höheres Risiko, dass Herz und Atmung aussetzen.
* Wenn man einer Person langsam Propofol verabreicht, kann man dann die Wirkung beobachten? - Ja.
* Wenn die Atmung der Person aussetzt, würde man das sofort sehen? - Wahrscheinlich.
* Propofol (25mg) hätte nach 5 Minuten seine Wirkung verloren und die Person würde normalerweise aufwachen. Wenn Person dann trotzdem weiterschläft, hat das anderen Grund, z.B., dass sie einfach müde war und dann auch 'von selber' weiterschläft? - Wäre möglich, ja.

Als nächstes geht Flanagan wieder auf das Thema 'therapeutic level' ein. Auch hier ist es unheimlich schwer, ihm zu folgen.

* Therapeutic Level von Propofol: kommt darauf an, was man erzielen will - große OP, 4microgramms/ml; kleinerer Eingriff/Sedierung, 2microgr./ml
* Wenn man eine Person einfach schlafen legen will, dann genügen 2microgr./ml? - Ja.
* MJ hatte 2,6 microgr./ml im Femoral Blood.
* Neben Femoral Blood gibt es auch central blood. Dieses wird allerdings nicht so gerne hergenommen, weil es der post-mortem redistribution (also der Verteilung der Medikamente im Körper nach Eintreten des Todes) mehr unterworfen ist.
* Es gibt Medikamente, die sich nach dem Tod gut verteilen, wie z.B. Propofol und Lidocaine.
* Wie ist das bei Lorazepam? - Weiß er nicht.
Flanagan zitiert hier wieder aus dem Buch über Toxikologie, das er auch schon Anderson vorgelegt hatte.
* Der Autor sagt, dass sich Lorazepam nach dem Tod nicht weiter im Körper verteilt.
* Eine Tablette Lorazepam, die oral aufgenommen wird, gelangt erst ins Blut, wenn sie sich im Magen aufgelöst hat? - Ja.
* Hat Rogers untersucht, was genau im Magen war? (abgesehen davon, dass er nach Medikamentenresten gesucht hat) - Nein.
* Nur weil er keine Kapseln oder Pillen im Mageninhalt gesehen hat, heißt das nicht, dass keine drin waren? - Richtig. Sie hätten sich schon aufgelöst haben können.
* Man kann also nicht sagen, ob eine Person Lorazepam Tabletten genommen hat, nur wenn man sich den Mageninhalt anschaut, da die Tabletten ja auch schon aufgelöst und im Blut sein können? - Ja.
* Wenn die Konzentration im Magen 4 mal höher ist als im Femoral Blood...? - Dann hätte Lorazepam oral aufgenommen werden müssen.

Flanagan lässt Rogers nun Lorazepam-Tabletten zählen, die sich in einem Döschen befinden, das in MJs Badezimmer gefunden wurde (es waren ca. 9). Außerdem wurde ein weiteres, leeres Döschen für Lorazepam-Tabletten gefunden.

* Eine 2mg Tablette Lorazepam, welches Blood Level erzeugt diese? - ca. 0,01 bis 0,24microgr./ml
* Die volle Wirkung wäre nach 2 Stunden.
* Die Halbwertszeit von Lorazepam beträgt 9-16 Stunden.

Flanagan stellt nun wieder etliche Hypothesen auf, die sowohl Rogers als auch den Richter verwirren. Richter Pastor wird zunehmend sauer und weist Flanagan zurecht.

- Pause -

* 0,16 Lorazepam im Blut; nach einigen Stunden wären dann noch 0,08 im Blut, das ist immernoch eine ganz schöne Menge!? - Ja. Das ist die vorgeschriebene Menge für einen 'therapeutic effect'.
* Müsste man bei oraler Einnahme mehr Lorazepam einnehmen, um das gleiche Level wie bei IV zu erreichen? - Ja, da das Medikament über IV besser vom Körper aufgenommen wird.
* Eine Person mit einem Propofol-Level von 2,6mg. Würde man sie aufwecken können und würde sie Schmerzen verspüren? - Ja.
* Flanagan will das gleiche für Lorazepam wissen, Rogers kann dazu allerdings keine näheren Angaben machen, da das nicht sein Fachgebiet ist.
* Wenn man das Toxikologie-Buch von Flanagan zurate zieht, kommt man auf das Ergebnis, dass man ca. 9 Tabletten Lorazepam schlucken müsste, um den Wert von 0,169 im Blut zu erhalten.

Flanagan diskutiert mit Rogers nun nochmal die 4 Punkte durch, die ihn dazu veranlasst haben, Michaels Tod als 'homicide' zu bezeichnen.

* Wie kommt er darauf? - CM hat ausgesagt, dass er Medikamente verabreicht hat.
Das Level, das CM verabreicht hatte, konnte aber nicht zu einem so hohen Level führen? - Nicht alleine, nein.

* Glaubt Rogers, dass man Propofol nicht zur Behandlung von Insomnia verwenden kann? - Generell eher nicht, nein.
Flanagan beschreibt eine bestimmte Kategorie von Insomnia, bei der man Propofol angeblich verwenden kann. Rogers kann dazu nichts sagen.
Hat er MJs insomnia näher kategorisiert? - Nein.

* Entspricht es Rogers Fachgebiet, darüber zu urteilen, ob notwendiges Equipment vor Ort war? - Nein, aber er hat den Anästhesisten dazu befragt.

* Wie ist Rogers darauf gekommen, dass sich MJ das Medikament nicht selber verabreicht hat?
- es ist wahrscheinlich, dass CM nicht genau kontrollieren konnte, wie viel er MJ verabreicht
- es kann also gut sein, dass er ihm eine Überdosis verabreicht hat
- weniger glaubwürdig ist, dass MJ aufgewacht ist und innerhalb von 2 Minuten aus sediertem Zustand so wach war, dass er sich das Medikament selber verabreichen konnte, dass das Medikament dann noch eine Weile im Blut zirkuliert ist, bevor dann seine Atmung aussetzte.
- beide Szenarien hätten aber stattfinden können? - Das hängt von den einzelnen Abwägungen ab.
- Normalerweise ist es nicht schwer, mit der Hand an sein Knie zu kommen (wo der IV-Zugang war) - Nein.
- CM startete die IV, danach hätte theoretisch jeder ganz einfach eine Spritze in den Port setzen können? - Ja.

Quelle: http://mjklub.com/content/220-Der-Prozes…%E2%80%93-Tag10
- wenn dann jemand das Medikament auf einmal reingespritzt hätte, hätte die Atmung dann aussetzen können? - Ja.

Befragung durch Walgren
* Die Verteidigung sagte, dass ein Verstorbener, der die Augen offen hatte, schnell verstorben sei, ist das richtig? -Nein. Er kann plötzlich oder langsam verstorben sein.
* Der Sauerstofftank in MJs Zimmer war leer? - Ja.
* Würde Rogers zustimmen, dass nahezu alle Fragen Flanagans ins Themengebiet Toxikologie und Pharmakologie fallen? - Ja.
* Und das ist nicht sein Fachgebiet? - Nein.
* Hat er über Pharmakologie jemals geforscht oder publiziert? -Nein.
* Er muss als Pathologe nicht genau wissen, wie sich Propofol und Lorazepam im Körper verhalten? - Nein.
* Beide Pillendosen für Lorazepam (eine leer, eine mit ca. 9 Pillen) wurden von CM verschrieben? - Ja.
* Beide wurden ca. 2 Monate vor MJs Tod an MJ verschrieben? - Ja.
* Beide enthielten jeweils 30 Tabletten? - Ja.
* Wenn man annimmt, dass CM in seinem Interview die Wahrheit gesagt hat und nur das verabreicht hat, was er angegeben hat, und MJ hätte dann in den 2 Minuten während CMs Abwesenheit Lorazepam-Tabletten geschluckt - hätte Rogers Todesursache dann immernoch 'homicide' gelautet? - Ja.
* Hätte sich MJ selber Propofol verabreicht, wäre es dann trotzdem 'homicide' gewesen? - Ja.

Befragung durch Flanagan
* Wenn der Oxygen Tank damals geöffnet war, um eine Person ganz normal während einer Sedierung mit Sauerstoff zu versorgen, hätte sich der Sauerstofftank dann innerhalb von 2 Wochen (dann wurde er sichergestellt, Anm.) geleert? - Ja.
* Braucht Rogers Wissen über Pharmakologie um eine Todesursache festzustellen? - Ja.
* Muss er eine Ahnung von Blood Levels haben und über die Level von Propofol und Lorazepam bescheid wissen? - Ja.
* 2,6 ist das Level, das bei MJ gefunden wurde. Man bräuchte aber 5,2, damit man als Patient nichts mehr merkt, auch keinen Schmerz? - Ja.

Befragung durch Walgren
* Warum hat Rogers einen Anästhesisten konsultiert? - Weil es sich bei diesem Fall um ein komplexes Problem handelt, in dem Anästhesie eine große Rolle spielt.
* Der Anästhesist bestätigte, dass die Level von Propofol, die bei MJ gefunden wurden, sonst bei schweren Eingriffen verwendet werden? - Ja.

Befragung durch Flanagan
* Man vergibt ein Medikament langsam, damit es nur langsam ins Blut gelangt und sich so gut verteilen kann? - Ja.
* Wenn man es auf einmal verabreicht, führt dies zu Atemproblemen bzw. zum Atemstillstand? - Ja.

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11.Prozesstag Cardiologist -- Dr. Alon Steinberg Testifies

Beitrag von Billie - Jean am Mi 12 Okt 2011 - 19:21

Updated 10/12/11 at 08:45 AM

Dr. Alon Steinberg – einer der führenden Kardiologen der kalifornischen Medizinkammer ( Ärztekammer?) - sagt der Jury, das Dr. CM demonstrierte eine "äußerste Abweichung" von Standardmethoden in seiner Sorge für Michael Jackson.

-Dr. Steinberg macht klar das er Kardiologe sein und kein Anästesist

-Dr Steinberg sagte, dass er den Fall von Murray nachprüfte, indem er sich allein auf Abschriften von dem CM Polizeiinterview verlässt, weil er "Dr Murray mit seinen sehr eigenen Wörtern beurteilen wollte."
- Steinberg fand 6 getrennte und verschiedene Abweichungen des Standards der Sorge – jeder für sich eine "grobe Fahrlässigkeit belaufend."

-er sagte Propofol sollte ausschließlich für Behandlungen in einem KH genutzt werden und sollte niemals zum Schlafen genutzt werden.
-Steinberg sagte Walgren das er noch niemals von jemanden gehört habe Propofol zum schlafen benutzt zu haben.
-Steinberg fand auch, dass es Murray an grundlegender Ausrüstung im Falle eines Notfalls gemangel hatte.
-Murray hatte keinen Assistenten für den Fall das etwas falsch laufen könnte.
-Murray größter Fehler – er rief nicht 911. Steinberg sagte der Jury das dies das erste hätte sein müssen was Murry zu tun hatte.

-Steinberg sagte das Murray keine Ahnung hatte von dem was er tat. Nachdem er 911 gerufen hätte hätte er ihm (MJ) Flumazil geben müssen , ein Antidote, dann hätte er im Sauerstoff mit einer Maske geben müssen. Stattdessen machte Murray Brustkompression (Widerbelebung..) welche MJ nicht brauchte da sein Herz noch schlug!
-Als Murry schließlich um Hilfe rief , rief er Mjs Assistenten an .. was weiter Verzögerungen zur Folge hatte.
-Steinberg sagt das jede Minute der Verzögerung die Chancen den Patienten zu retten minimieren.
-Steinberg nannte Murrays Verhalten „bizarr“
-eine weitere große Verzögerung: Murray machte keine Notizen. Das ist nicht nur zu gesetzlichen und Versicherungszwecken wichtig sondern auch um sicherzustellen, dass alles dokumentiert wird, so dass keine Fehler gemacht werden. Nicht ein einzelnes Lebenszeichen wurde niedergeschrieben, was Verwirrung in der Notaufnahme verursachte.
-Steinberg sagte das Murrays Verschluss was die Sorge anbetrifft „direkt zum vorzeitigen Tod von Michael Jackson beitrugen."
-Selbst wenn MJ sich die tödliche Dosis selbst gegeben haben sollte hat Murray fahrlässig gehandelt denn er hat MJ allein im Raum gelassen . Das sei so als wenn man ein Baby auf der Küchentheke zurücklassen würde.
-Steinberg sagte der Verteidigung das er nicht geübt sei darin Propofol zu geben.

-Er sagte, das er nicht viel über Murray wisse außer das was er in dem Transkript des Polizeiinterviews gelesen habe.
-Steinberg sagte, bezugnehmend auf das Transkript, gab Murray MJ einen Tropf (Drip.. ?) von Propofol in der Nacht in der der Sänger starb ZUSÄTZLICH ZU den 25mg die er ihm ursprünglich gab. Steinberg sagt das das Transkript deutlich das Wort Tropf (Drip ) vermerkt. Das könnte wichtig sein weil die Verteidigung suggeriert das die Menge die Murray MJ gab zu klein gewesen sei um jemanden zu töten.
-Steinberg sagt, dass Murray ein Tropf hätte verwenden müssen, um MJ für mehr als ein paar Minuten im Schlaf zu halten.
-Murray Anwälte nervten („grillten“) Steinberg mit einer Studie die zeige das Propofol auch zum Schlafen genutzt werden könne. Steinberg sagte das dies die einzige Studie dazu sein und sie wäre noch nicht veröffentlicht gewesen als Murray MJ behandelte.
-Murray Anwälte fragten Steinberg ob er wirklich glaube das Murray den Raum für 2 Minuten verlassen habe.
- Die Verteidigung deutet an, dass Murray alles nicht zu dokumentieren brauchte, weil er nur einen Patienten hatte. Steinberg stimmte nicht überein, sagte , dass Murray nicht abrufen konnte, was er MJ gegeben hatte, als er von den Notärzten im UCLA dazu befragt wurde.



- Mittagspause -


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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Mi 12 Okt 2011 - 20:23

Am Freitag findet KEINE Verhandlung statt!!!

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 13 Okt 2011 - 2:00

11. Prozeßtag - Mi. 12.10.2011
2. Zeuge: Dr. Nader Kamangar - Lungenfacharzt,Intensivmediziner,Schlafmediziner, Arzt seid 1996,Angestellt am ULCA )


* Gutachter für das California Medical Board
* Fertigte ein Gutachten im Fall Michael Jackson an
* wird Propofol angewandt, muss man für alle Fälle gewappnet sein
* Propofol kann drastisch den Blutdruck senken
* Wird Propofol eingesetzt muss immer ein Anästhesist in greifbarer Nähe sein
* Eine lückenlose Überwachung muss während der Propofolgabe gewährleistet werden
* Ein qualifizierter Arzt (Anästhesist, Notarzt), eine Schwester ist ein muss bei der Propofolgabe
* EKG, Blutdruckmessgerät, Pulsoximeter (mit Alarmsignal), Beatmungsgeräte (Ambubeutel, etc), Notfallausrüstung müssen vorhanden sein
* Die Gabe von Propofol ausserhalb einer Intensivmedizin oder eines mit intesivmedizinischen Geräten ausgestatteten Raumes ist inakzeptabel
* speziell ausgebildetes Pflegepersonal ist in der Intensivmedizin unumgänglich
* Bei Gebrauch von Propofol ist es zwingend notwendig eine Infusionspumpe einzusetzen
* Kamangar hat vorab noch keinen Fall gehört in dem Propofol zu Hause angewandt wird
* Michael Jackson war nicht ausreichend überwacht
* Es ist eine ganz geringe Grenze zwischen den Abstufungen einer Sedierung, jeder Patient reagiert anders auf Sedativa und muss demzufolge lückenlos überwacht werden, um bei einer Abweichung sofort behandelt werden zu können
* Die gleichzeitige Gabe von Benzodiapezinen und Propofol muss noch viel aufmerksamer beobachtet und kontrolliert werden
* In der Intensivmedizin wird jeder Patient unter Propofol lückenlos überwacht, Michael wurde nicht überwacht und Murray verließ den Raum
* Das wichtigste, wenn Murrays Aussage stimmt das Michael beim auffinden einen 120 er Puls hatte, ist es dem Patienten zu beatmen, da das Herz ja noch arbeitete (erhöhter Puls)
* CPR so wie Murray sie machte, eine Hand auf der Brust eine Hand auf dem Rücken, ist effektlos
* 4-5 Minuten nach Atemstillstand /Herzstillstand beginnen die Hirnzellen abzusterben
* Vom Auffinden Michaels durch Murray um 12.00pm, die Zeit bis zum Anruf Michael Amir Wiliams um 12.12pm und letztendlich die Zeit bis zum 911 call um 12.21pm, in dieser Zeit ist ein irreperabler Hinrschaden eingetreten
* Ein wichtiger Punkt in Michaels Fall ist seine Schlaflosigkeit und das nicht Vorhandensein einer "Patient History" (Patientenakte über den Verlauf) Wann geht der Patient zu Bett, wann wachen er auf, welche Medikamente werden wann gegeben, all das hilft bei der Diagnose.
Es besteht ein großer Zusammenhang von Depression und Schlaflosigkeit, phsychische Probleme führen zu Schlaflosigkeit, etc
* Bei Schlaflosigkeit ist es wichtig, das das Bett nur zum schlafen genutzt wird, nicht um z.B. mit dem iPad, Laptop, etc) zu nutzen
* Ein richtiger Biorhytmus zur Bekämpfung bzw Aufhebung der Schlaflosigkeit ist immer besser, als die Schlaflosigkeit mit Medikamenten zu behandeln
* Lorazepam ist ein sehr untypisches Medikament gegen Schlaflosigkeit und wird dabei nicht angewendet
* Midazolam ist ebenfalls ein sehr untypisches Medikament gegen Schlaflosigkeit und wird dabei nicht angewendet
* Propofol nicht zur Behandlung von Schlaflosigkeit geeignet (bzw. völlig ungeeignet)

Quelle: http://mjklub.com/content/221-Der-Prozes…-in-Folge-Tag11

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 13 Okt 2011 - 18:28

Hier nochmal die Aussage von Dr. Steinberg bissel ausführlicher !

* Arbeitet u.a. als Gutachter in medizinischen Angelegenheiten
* Er fertigte ein Gutachten im Fall Michael Jackson an bzw. die Arbeitsweise Dr. Murrays
* Kardiologen verschreiben bzw. nutzen Beruhigungsmittel, Propofol für Narkose bei schmerzhaften Untersuchungen/größeren Untersuchungen
* für Sedierungen müssen Prüfungen und Examen abgelegt werden
* Herzschockuntersuchungen und Narkosen werden nur vom Anästhesisten gemacht und auch nur der Anästhesist gebraucht Propofol.
* Propofol wird nicht für leichte Sedierungen genutzt
* Er fand 6 Abweichungen/Fehler von der Standartbehandlung in Dr. Murray Aussage
*
1.Murray nutzte Propofol als Schlafmittel
2. Propofol zu Hause ohne das richtige Equipement (Überwachungsmonitore, etc) zu verabreichen, ist gegen alle Patienten Sicherheit
Standart Sicherheit bedeutet u.a. Pulsoximeter mit Alarm, IV Equipement, Blutdruckgerät (automatisch), EKG Monitor, Sauerstoffmaske, Absaugvorrichtung für Schleim/Speichel, Ambubeutel (Murray hat den nicht benutzt), Backboard (feste Unterlage für CPR), Alarmvorrichtung um Hilfe zu rufen, Notaggregat, Zungenstrecker, Intubationsequipement; Defibralator, viele verschiedene Medikamente die im Notfall eingesetzt werden, Assistent der BLS (Basic Live Support) und ACLS (Adavenaced Cardiac Live Support) ausgebildet ist
3. Als Michael aufhörte zu atmen, befolgte Murray nicht das vorgeschriebene Behandlungsprotokoll
4. Er machte CPR statt Michael aufgrund des Atemstillstand zu beatmen
Er machte CPR auf dem Bett (weiche Unterlage), legte ihn nicht auf den Boden (harte Unterlage)
5. Murray rief nicht 911 an sondern Michael Amir Williams, verlor dadurch viel zuviel Zeit, jede Minute zählt zum überleben des Patienten - Murray Verhalten stuft er als "Bizarr" ein
6. Murray führte keine Patientenakte mit Behandlungsprotokoll,

* Murray machte falsch, was nur falsch gemacht werden konnte
* Wenn man Patienten überwacht, speziell bei Propofol, darf man niemals diesen Patienten alleine lassen
Dr. Steinberg said that you never leave a patient under Propofol. "It's like leaving a baby on top of kitchen counter top"

Re Cross Flanagan:

* Steinberg hat Propofol in New York angewendet, aber nur weil entsprechendes Equipment vorhanden war
* Er (Steinberg) kennt Murray nur aufgrund Murrays Aussage und den daraus resultierenden Unterlagen
* Er wiederholt, das keinerlei schriftliche Patientenunterlagen von Seiten Conrad Murrays über den Patienten Michael Jackson vorhanden waren
* Er weiß von Ärzten die Propofol nutzen, aber diese haben entweder die entsprechende Ausbildung oder einen Anästhesisten.
* Steinberg sagt, wenn MJ die Risiken und Vorteile bewußt gewesen wären, hätte er der Einnahme von Propofol möglicherweise nicht zugestimmt
* Steinberg: Ich kenne nicht einen Kardiologen, der propofol verwendet.
* Er benutzt Propofol nicht für Sedierungen, niemals
* Er verabreicht Lorazepam (als Beruhigungsmittel) oral vor Untersuchungen wie MRT, nicht intravenös.
* Michael Jackson erlitt einen Atemstillstand und keinen Herzstillstand, da er einen 120 er Puls auf dem Pulsoximeter anzeigte
* 12.12 pm hat Murray Amir angerufen, 12.21pm sollte Bodyguard Alvarez 911 anrufen, Sanitäter waren um 12.26pm vor Ort
Die Zeit die verstrich, war viel zu lang ........
* Michael hätte gerettet werden können, wenn sofort 911 kontaktiert worden wäre und sofort Sauerstoff in seine Lungen gepumpt worden wäre.
* Steinberg stimmt nicht mit Flanagan überein, der behauptet in der Nacht des 25.Juni sei keine Infusion genutzt worden
* Flanagan verweist auf einen Propofol Artikel bezüglich Patienten mit Schlafschwierigkeiten, Steinberg wiederlegt - der Artikel/Studie ist erst nach Michaels Tod in Auftrag bzw. öffentlich gemacht worden
* Michael war nicht an ein Blutdruckmessgerät angeschlossen
* Da Michael laut Aussage von Murray einen 120 er Puls hatte, wäre Michael zu dem Zeitpunkt trotz Atemstillstand zu retten gewesen
* Murray hätte nicht erst mit CPR beginnen sollen, sondern zuerst 911 anrufen und dann nicht CPR, sondern beatmen mit dem Ambubeutel!
*Steinberg wiederholt mehrfach, das in dieser Situation jede Minute zählt
* Steinberg wiederholt ebenso mehrfach, das alle Punkte die er gegen Murray vorbringt, aus Murray 2 stündiger Aussage resultieren
* Steinberg sagt auch wiederholt, das Murray mit entsprechendem Equipment den Patienten intubieren hätte können, er hätte mit seinem Handy 911 anrufen können
* Steinberg sagt aus, das Murray für den Tod von Michael Jackson verantwortlich ist

Re Re Cross Walgren:

* die Propofol Studie wurde unter Aufsicht von Anästhesisten unter voller Aufsicht 2010 veröffentlicht, Propofol wurde via Infusionspumpe verabreicht, es war eine rein experimentelle Studie
* das was Murray 2009 mit Michael machte, war unter dem Gesichtspunkt "Experiment"
* Murray ist direkt verantwortlich für Michaels Tod


Re Re Cross Flanagan:

* Murray war nicht für einen Notfall ausgerüstet
* Wie vorab erneute Wiederholung, das aus den Fakten von Murray Aussage, Murray Michaels Tod verschuldete
Quelle: http://mjklub.com/content/221-Der-Prozes…-in-Folge-Tag11


Zuletzt von Billie - Jean am Do 13 Okt 2011 - 18:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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12. Prozeßtag

Beitrag von Billie - Jean am Do 13 Okt 2011 - 18:29

Do. 13.10.2011
32. Zeuge: Dr. Nader Kamangar - Lungenfacharzt,Intensivmediziner,Schlafmediziner) Fortsetzung der Vernehmung

* für eine gezielte Schlafstörungsbehandlung ist eine ausführliche Anamese erforderlich
* das nicht Befragen von Personen aus Michaels näherem Umfeld zu seinen Schlafstörungen, war ein Fehler von Murray
* ebenso das nicht nachfragen bei dem Doktor Murray bekannten anderen Ärzten, wie Klein, Metzger, etc.
* das nicht anlegen einer Patientenakte ist ein grober Fehler
* Propofol ist kein Medikament um Schlafstörungen zu behandeln
* Kamangar bestätigt, das er die Studie bezüglich Schlafstörung/Propofol kennt
* das die Studie aber von 2010 ist und das alle Teilnehmer dieser Studie unter lückenloser Überwachung standen, in einem hochtechnisierten und monitorüberwachtem etxra dafür eingerichteten Zentrum
* die Studie hat für Kamangar keinen klinischen Wert, da Propofol nicht für Schlafstörungen gedacht und eingesetzt wird
* Der erste Grundsatz bei der Lebensrettung ist 911 anrufen!!!
* Die Missachtung dieses Grundsatzes, haben Michael Jackson das Leben kostet
* Propofol muss mit grösster Sorgfalt verwendet werden, es ist unberechenbar und das vor allem, wenn es zusammen mit anderen Beruhigungsmitteln verwendet wird.
* Dr. Murray hätte Michael Jackson nie Beruhigungsmittel verabreichen dürfen, da er dehydriert war. Dehydrierung bedeutet niedriger Blutdruck
* Intravenöse Verabreichung von Lorazepam und Midazolam sind ebenso eine extreme Abweichung vom Betreuungsstandards


Re Re Cross Walgren
* Wenn der Patient um ein solches Medikament (Propofol) bittet, dann hat der Arzt die moralische und ethische Verpflichtung das abzulehnen. Kamangar beantwortet die Frage mit einem klaren JA
* die grobe Fahrlässigkeit von Murray, in mehreren Punkten, hat direkt zu Michaels Tod geführt

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 13 Okt 2011 - 18:38

33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist

* Wenn die Sedierung (Anästhesie) zu schnell gestartet wird, dann kann es für den Patienten toxisch sein - das bezieht sich auf die Studien, die zur Einführung von Propofol gemacht wurden
* Propofol ist der Arzneistoff - Handelsname ist u.s. Diprivan
* Als Beispiel: Nach 10 Tagen durchgehender Propofolgabe, ist das Propofol schon nach 50 min völlig aus dem Körper raus
* Man muß sehr genau und vorsichtig sein bei der Dosierung von Propofol
* Bei älteren Patienten kommen mit ca. 80% der Dosierung aus
* Er hat Studien zu Propofol durchgeführt und diese Werte festgestellt. Alles ist nach 20 Jahren noch gültig

Quelle: http://mjklub.com/content/222-Der-Prozes…-in-Folge-Tag12

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13. Prozeßtag - Mi. 19.10.2011

Beitrag von Billie - Jean am Mi 19 Okt 2011 - 17:39

33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist / Fortsetzung der Vernehmung durch Walgren


Walgren geht nochmals ueber Dr. Shafer's Referenzen und zeigt dazu ein Magazin, bei dem er Chef-Editor ist, und mehrere Forschungsartikel, die Dr. Shafer geschrieben hat. Die Artikel untersuchen die Unterschiede in Bezug auf Geschlecht und Alter. Dr. Shafer hat auch Lorazepam, Midazolam und Lidocain erforscht. Walgren sagt, dass er nach diesen Dingen fragen wird.

Walgren erwaehnt Unterschiede zwischen Intensiv-Sedierung und Sedierung in Zusammenhang mit einem Eingriff (MAC). Dr. Shafer sagt, Intensiv-Sedierung ist fuer laengere Zeit, MAC ist kuerzer.

Dr. Shafer sagt, all die Arbeit, die er fuer diesen Fall gemacht hat, macht er gratis. Er sagt, er hat nie Geld verlangt fuer Aussagen, weil er denkt, es ist unangebracht und unethisch von einem medizinischen Unglueck zu profitieren. Shafer sagt, er will auch nicht, dass seine Integritaet in Frage gestellt wird. Shafer sagt ausserdem, er will auch das generelle Vertrauen der Oeffentlichkeit in Narkose und Aerzte wiederherstellen. Dr. Shafer sagt, dass er taeglich von Patienten gefragt wird - "Werden Sie mir das Medikament geben, das Michael Jackson umgebracht hat?". Er sagt, er hofft, dass er mit seiner Aussage die unnoetige Angst mildern kann.

Vormittagspause

Dr. Shafer hat einige medizinische Gegenstaende zur Demonstration mitgebracht. Er beginnt damit, IV-Beutel mit Kochsalzloesung und dessen Anschluesse zu erklaeren. Dann erklaert er, was ein IV ist. Infusion (Drip) heisst, das Medikament wird langsam "eingetropft". Shafer erklaert, Propofol ist in einer Glasampulle mit einem Aluminium-Siegel und einem Gummi-Stopper. Um das Medikament herauszubekommen, muss man durch den Gummi-Stopper stechen, mit einer Nadel oder einem grossen Spike. Walgren bittet Shafer zu demonstrieren, wie man Propofol aus der Ampulle bekommt.

Shafer demonstriert, wie man Propofol mit einer Nadel/Spritze aus der Ampulle bekommt. Shafer sagt, um das Propofol herauszubekommen, muss man das Propofol in der Ampulle mit Luft ersetzen, damit das Propofol in die Nadel geht.

Walgren bittet Dr. Shafer, die 100-ml-Ampulle Propofol vom Tatort zu untersuchen. Shafer sagt, sie hat ein Loch von einem Spike, nicht von einer Nadel.

Dr. Shafer hat fuer den Fall ein Video gemacht, um zu demonstrieren, was notwendig ist fuer eine Sedierung, sogar fuer 25 mg Propofol. Das Video wird gespielt: "Ein Ueberblick ueber die sichere Gabe von Sedierung".

Der Arzt bereitet zuerst den Raum vor, ueberprueft das Equipment. Das Video zeigt mehrere Vorrichtungen fuer die Handhabung der Luftwege wie einen Schlauch fuer den Hals, einen Schlauch fuer die Nase, Equipment fuer Intubation, eine Atemmaske. Der Arzt organisiert diese Dinge.

Dann ueberprueft der Arzt das Equipment fuer Sauerstoff. Der Arzt ueberprueft, ob die Sauerstoff-Zufuhr funktioniert, ueberprueft die Nasenkanuele, ueberprueft am Kapnometer, ob die Nasenkanuele das Kohlendioxid misst. Der Arzt ueberprueft den Narkose-Atem-Kreis. Das ist das Equipment, das benuetzt wird, wenn der Patient aufhoert zu atmen und der Arzt Sauerstoff in die Lungen pumpen muss. Der Arzt ueberprueft dann den Reservesauerstoff. Das wird benuetzt, wenn der Atem-Kreis fehlschlaegt.

Der Arzt ueberprueft dann die Absaug-Vorrichtung. Das ist wichtig, denn wenn Mageninhalt oder Gallenfluessigkeit durch Uebergeben in die Lunge geraet, wuerde das die Lunge zerstoeren. Deshalb wird Patienten gesagt, nichts zu essen oder zu trinken vor einer Narkose. Wenn sich der Patient uebergibt oder Mageninhalt in den Mund geraet, muss der Arzt das sehr schnell mit dem Absaug-Geraet reinigen, bevor es in die Lunge kommt und diese zerstoert.

Der naechste Schritt ist es, die Infusionspumpe einzustellen. Es dauert einige Minuten, diese einzustellen. Im Video benuetzen sie eine Spritzenpumpe. Der Arzt zieht zuerst das Propofol in die Spritze. Wie Dr. Shafer demonstriert hat, ist das nicht einfach. Man muss Luft in die Spritze ziehen und mehrere Zuege machen, um die Spritze zu fuellen. Dr. Shafer sagt, dass ein enger Schlauch mit der Infusionspumpe benuetzt werden muss, weil ein weiterer Schlauch problematisch sein koennte. Dann programmiert der Arzt die Pumpe, gibt das Gewicht des Patienten ein, den Medikamentennamen, die Infusionsrate. Der Arzt ueberprueft die Eingaben nochmals.

Der naechste Schritt ist es, den Patienten zu evaluieren. Der Narkosefacharzt ist dafuer verantwortlich, den Patienten zu kennen. Er macht eine koerperliche Untersuchung, die Atemwege, hoert sich die Lunge an, ueberprueft das Herz. Das wird immer gemacht fuer jeden Patienten, fuer jeden Eingriff. Keine Ausnahmen.

Der Arzt bekommt auch die "informierte Zustimmung" des Patienten. Der Arzt informiert den Patienten ueber die Risiken und was bei dem Eingriff passiert, fragt den Patienten, ob er irgendwelche Fragen hat, dann unterschreibt der Patient das Formular ueber die "informierte Zustimmung". Dr. Shafer sagt, muendliche Zustimmung ist nicht bindend und deshalb nicht anerkannt.

Einige Schritte werden nicht im Video gezeigt, und zwar die folgenden: Patient wird auf den Tisch gelegt, Equipment wie eine Blutdruckmanschette, Pulsoximeter, EKG werden dem Patienten angelegt. Sauerstoff wird angelegt, intravenoeser Katheder wird angelegt. Danach pausiert der Arzt, um alles nochmals zu ueberpruefen. Der Arzt macht noch eine letzte Ueberpruefung, bevor er das Propofol injiziert.

Die Infusionspumpe mit Propofol wird gestartet. Der Narkosefacharzt ist nah beim Patienten, beobachtet den Patienten. Der Arzt macht Notizen zu den Vitalwerten. Der Chart ist notwendig, um den Patienten und die Muster nachzuvollziehen. Es ist die Verantwortung des Arztes gegenueber dem Patienten.

Im naechsten Teil des Videos werden Beispiele gezeigt, was schief gehen kann.

Das erste Beispiel ist, wenn der Blutdruck faellt. Dr. Shafer sagt, das ist sehr haeufig und man sieht das jeden Tag. Propofol senkt den Blutdruck, besonders, wenn der Patient dehydriert ist. Der Arzt gibt Ephedrin durch den IV. Generell hebt das den Blutdruck auf ein normales Level.

Das zweite Beispiel ist Kohlendioxid. Der Monitor zeigt, dass das Kohlendioxid gestoppt hat. Das heisst, der Patient atmet nicht aus und die Atemwege sind blockiert. Der Arzt hebt sofort das Kinn und macht einen "Kiefer-Handgriff". Dr. Shafer sagt, das ist auch Routine. Shafer sagt, der haeufigste Grund ist, dass die Zunge die Atemwege blockiert, und wenn man das Kinn hebt und den "Kiefer-Handgriff" vornimmt, bewegt das die Zunge.

Das dritte Beispiel ist Atemstillstand. Das passiert, wenn der Patient nicht einmal mehr versucht zu atmen. In diesem Fall muss man das fuer den Patienten uebernehmen und Luft in die Lunge pumpen. Der Arzt entfernt die Nasenkanuele, platziert die Maske ueber den Mund und die Nase des Patienten und drueckt den Beutel, um Sauerstoff in die Lunge zu pumpen.

Das vierte Beispiel ist Aspiration (nicht im Video gezeigt) - wenn der Patient sich uebergibt und/oder Mageninhalt in den Mund gelangt. Der Patient wird auf die Seite gelegt und vor dem naechsten Atemzug muss alles abgesaugt werden.

Das fuenfte Beispiel ist Herzstillstand. Das Herz hoert auf zu schlagen und der Patient hoert auf zu atmen. Der Arzt ueberprueft binnen 2 - 3 Sekunden, ob der Monitor das richtig anzeigt. Dann ruft der Arzt um Hilfe. Das erste, was man macht, ist, immer nach Hilfe zu rufen. Eine Person beginnt mit CPR, eine Person beatmet den Patienten und eine Person gibt Medikamente zur Wiederbelebung. All das wird gemacht, um den Patienten lang genug am Leben zu erhalten, damit man das Problem, das den Herzstillstand verursacht hat, reparieren kann. Diese Anstrengungen werden weitergefueht, bis der Patient wiederbelebt ist oder bis er fuer tot erklaert wird.


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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 20 Okt 2011 - 23:30

Dr. Shafer sagt, dass die Sicherheitsmassnahmen und Anforderungen fuer alle Aerzte gelten, die Sedierung machen, fuer jede Art von IV-Sedativa. Einige Krankenschwestern sind auch in Sedierung geschult. Die Richtlinien gelten auch fuer sie.

Walgren fragt, wenn Murray nur 25 mg geben wollte, wuerden diese Richtlinien auch gelten. Shafer sagt ja und sagt weiters, der Patient (MJ) hat andere IV-Sedativa bekommen, hatte eine profunde Unfaehigkeit zu schlafen, war erschoepft und dehydriert. Und ihm wurden seit einiger Zeit Sedativa gegeben und er koennte Ansaetze von Abhaengigkeit oder Entzug gehabt haben.

Walgren fragt, ob es es moeglich ist, zu sagen, ich werde nur eine kleine Dosis geben, deshalb brauche ich diese Richtlinien nicht. Dr. Shafer sagt, das ist eine Falle. Auch fuer eine kleine Sedierung ist es eine Gratwanderung, man koennte mehr geben muessen. Man weiss nicht, wie der Patient reagieren wird. Shafer sagt, es gibt nicht so etwas wie eine "kleine Sedierung" und die schlimmsten Desaster passieren, wenn Leute den kuerzesten Weg nehmen.

Die Fakten in diesem Fall deuten darauf hin, dass praktisch keine Sicherheitsmassnahmen fuer Sedierung vorhanden waren, als MJ Propofol gegeben wurde.

Walgren bittet Shafer zu erklaeren, wie Patienten unterschiedlich auf dieselbe Dosis reagieren. Shafer sagt, einige Patienten brauchen die halbe uebliche Dosis, andere brauchen die doppelte uebliche Dosis. Shafer sagt, 25 mg ist das Limit, bei dem ein Patient zu atmen aufhoeren koennte. Shafer sagt, man kann nicht davon ausgehen, dass dies ein durchschnittlicher Patient ist. Shafer sagt, man nimmt immer an, dass der Patient am Rande der Sensibilitaet ist und bereitet sich auf den schlimmsten Fall vor.

Shafer hat einen Bericht ueber diesen Fall am 15. April 2011 geschrieben. In seinem Bericht hat er einige Ausdruecke benuetzt:
Kleine Verletzung: nicht konsistent mit dem Pflegestandard, aber man wuerde nicht erwarten, dass es dem Patienten Schaden zufuegt, ausser, es gibt andere Verletzungen. Ernste Verletzung: Wird dem Patienten Schaden zufuegen, in Kombination mit anderen Verletzungen.
Ungeheuerliche Verletzung: Diese sollten niemals durch einen kompetenten Arzt passieren. Eine ungeheuerliche Verletzung kann allein katastrophal fuer den Patienten enden. Kompetente Aerzte wissen, dass ein schlechtes Ergebnis eine grosse Moeglichkeit ist.
Skrupellose Verletzung: Es ist ausserhalb des Pflegestandards. Es ist sowohl eine ethische und moralische Verletzung, als auch eine medizinische Verletzung.

Walgren geht ueber Shafer's Bericht und 17 ungeheuerliche Verletzungen, die er gefunden hat:
Fehlen von wesentlichem Atemwegs-Equipment - ungeheuerliche Verletzung. MJ starb, weil er zu atmen aufgehoert hat, was man erwarten muss, wenn man Sedativa gibt. Das muss vorhanden sein, ohne Wenn und Aber.

Walgren fragt Dr. Shafer, wenn man annimmt, dass Murray nur fuer 2 Minuten den Raum verlassen hat und Murray haette das Equipment gehabt, haette Michael gerettet werden koennen? Dr. Shafer sagt ja und dass Michael wahrscheinlich blockierte Atemwege hatte und ein einfaches Anheben des Kinns haette genuegt, um MJ zu retten. Shafer sagt, Murray haette gesagt, dass er die Ambu-Bag nicht benuetzt hat. Shafer sagt, Mund-zu-Mund-Beatmung ist
weniger effektiv und gibt "gebrauchte" Luft.

Fehlen von fortgeschrittenem Atemwegs-Equipment. Das ist Equipment wie eine Kehlkopfmaske oder ein Kehlkopfspiegel und ein Endotrachealtubus. Shafer hatte das zuerst als eine ernste Abweichung beschrieben, aber seine Meinung dann geaendert, es ist eine ungeheuerliche Abweichung wegen der Umgebung (zu Hause). Murray hatte keine Hilfe.

Shafer sagt, seiner Meinung nach hat Murray erwartet, 100-ml-Ampullen zu geben. Murray hatte mindestens 130 100-ml-Ampullen gekauft. Shafer glaubt, dies wuerde mindestens einer pro Nacht entsprechen. Shafer sagt, das ist eine aussergewoehnlich grosse Menge fuer einen Patienten. Von April bis 25. Juni - das sind 80 Naechte, 1937 mg pro Nacht. Walgren fragt, wie er zu diesem Schluss kommt. Shafer sagt, Propofol ist eine Umgebung, in der sich
schnell Bakterien entwickeln. Sobald eine Ampulle mit einer Nadel geoeffnet worden ist, muss es innerhalb von 6 Stunden aufgebraucht werden. Shafer sagt, das weist darauf hin, dass Murray plante, 100 ml zu verwenden, haette er das nicht geplant, haette er kleinere
Ampullen gekauft.

Fehlen der Absaug-Vorrichtung, ungeheuerliche Abweichung. Shafer erinnert die Jury, dass Mageninhalt und/oder, wenn sich der Patient uebergibt, abgesaugt werden muss, damit es nicht in die Lungen geraet. Shafer sagt, es gibt keine Hinweise darauf, dass MJ gesagt wurde, 8 Stunden vor der Gabe von Propofol nichts zu essen. Dadurch bestand fuer MJ ein sehr erhoehtes Risiko. Deshalb haette es Absaug-Equipment geben muessen.

Fehlen der Infusionspumpe, ungeheuerliche Abweichung. Es gab keine Infusionspumpe. Ohne diese kann die Rate nicht genau kontrolliert werden und das Risiko einer Ueberdosis ist sehr hoch. Shafer sagt, seiner Meinung nach hat das wahrscheinlich zu MJ's Tod beigetragen.

Walgren fragt, wie jemand den Drip ohne Infusionspumpe kontrollieren kann. Shafer sagt, mit einer Rollenklemme. Das ist ein Plastikrad, das den Schlauch klemmt, um die Menge zu verringern. Shafer sagt, es ist extrem unpraezise und dass es das einzige war, das Murray hatte, als er Propofol gab.

Fehlen eines Pulsoximeters, ungeheuerliche Abweichung. Das Pulsoximeter, das Murray benuetzt hat, war vollkommen unangebracht. Es ist nicht dafuer gedacht, fuer ununterbrochene Beobachtung verwendet zu werden, weil es keinen Alarm hat. Shafer sagt, auf Monitoren im Spital koennen sie den Monitor sehen und hoeren einen Ton. Aerzte hoeren, wenn der Ton sich aendert, was sie darauf hinweist, dass es ein Problem gibt. In MJ's
Fall war die einzige Moeglichkeit, das zu beobachten, seine Hand zu nehmen und ununterbrochen darauf zu schauen. Haette es richtiges Equipment gegeben, waere da ein Monitor gewesen, der die Vitalwerte gezeigt haette, die man auch aus Entfernung gesehen haette,
und es haette einen Alarm gegeben, was MJ's Leben haette retten koennen.

Fehlen einer Blutdruckmanschette, ungeheuerliche Abweichung. Propofol senkt bei allen Leuten den Blutdruck. Aerzte wuerden das mit zusaetzlicher Kochsalzloesung oder weniger Propofol behandeln. MJ war dehydriert, das Risiko fuer eine uebertriebene Reaktion war hoeher. Wenn der Blutdruck faellt, schliesst der Koerper den Blutfluss in die Arme und Beine und konzentriert sich darauf, das Herz und das Gehirn mit Blut zu versorgen. Das Medikament wird potenter. Dr. Shafer sagt, die manuelle Blutdruckmanschette, die Murray in seiner Tasche im Kasten hatte, war nutzlos.

Fehlen von EKG, ungeheuerliche Abweichung. EKG erlaubt, die Herzrate zu sehen, den Herzrhythmus. Das ist Routine-Beobachtung. In diesem Fall konnte Murray nicht wissen, was fuer eine Therapie er anwenden muss, wenn MJ einen Herzstillstand hat.

Fehlen von Kapnographie, ungeheuerliche Abweichung. Dr. Shafer dachte anfangs, das waere keine Abweichung, weil auch andere Spezialisten das nicht benuetzen. Allerdings war es in MJ's Umgebung ein Desaster. Haette Murray das gehabt, haette er sofort gewusst, dass MJ zu atmen aufgehoert hat.

Fehlen von Notfallmedikamenten, ernste Abweichung. Dr. Shafer glaubt nicht, dass das Fehlen von Notfallmedikamenten zu MJ's Tod beigetragen hat. Shafer sagt, wenn MJ niedrigen Blutdruck hatte, da ja keine Operation stattgefunden hat, haette MJ aufgeweckt werden koennen und Gabe von Fluessigkeit und Stoppen von Propofol waeren genug gewesen.

Fehlen von Aufzeichnungen, ist eine ungeheuerliche Abweichung, als auch unetisch. Shafer sagt, ein Arzt braucht Aufzeichnungen, um abschaetzen zu koennen, was passiert und fuer die Veraenderungen. Shafer sagt, der Patient - oder wenn der Patient nicht ueberlebt, dann hat die Familie das Recht zu wissen, was passiert ist und was der Arzt gemacht hat.

Dr. Shafer gibt ein Beispiel und er sieht offensichtlich aufgebracht aus. Dr. Shafer sagt, er weiss, wie er sich fuehlen wuerden, wenn sein Vater, Bruder oder Sohn 80 Tage in einem Spital waere und dann stirbt und die Aerzte wuerden ihm sagen, sie wissen nicht, was passiert ist, weil sie keine Berichte haben. Dr. Shafer sagt, es ist unglaublich, dass es nach 80 Tagen Behandlung nicht einen einzigen Bericht ueber die Behandlung gibt. Dr.
Shafer sagt, keine Aufzeichnungen zu fuehren ausserdem illegal in Kalifornien ist. Dr. Shafer sagt, dass der Arzt eine Akte fuehren muss, auch, wenn der Patient das nicht will, und Diskretion ist keine Entschuldigung.

Shafer sagt, Murray hat in seiner Polizeibefragung gesagt, MJ koennte auf Propofol abhaengig gewesen sein und das waere ein Grund fuer eine Ueberweisung gewesen, aber er konnte keine Ueberweisung machen, weil er keine Akte gefuehrt hat.

Es ist eine Verpflichtung, Information ueber den Patienten zu bekommen. Shafer sagt, es ist die Verantwortung des Arztes, alles ueber seinen Patienten zu wissen, um ihnen helfen zu koennen. Shafer sagt, Murray erwaehnt, dass er IV-Einstiche gesehen hat, aber hat das nicht weiter verfolgt und nicht gefragt, was da vorgeht. Walgren sagt, was, wenn der Patient sagt, das geht Sie nichts an - Shafer sagt, er wuerde dann sagen, "dann kann ich nicht Ihr Arzt sein".

Dr. Shafer sagt, die einzige koerperliche Untersuchung wurde bei Michael Monate frueher gemacht. Shafer sagt, Murray hat erwaehnt, dass Michael dehydriert war, aber er hat nicht einfach den Blutdruck ueberprueft. Shafer sagt, es gibt keine Krankengeschichte, nicht einmal eine einfache Aufzeichnung ueber Vitalwerte. Shafer nennt das eine ernste Abweichung und dass kein Arzt sowas macht.

Fehlen der Aufrechterhaltung der Patient-Arzt-Beziehung, ist ungeheuerliche Abweichung. In dieser Beziehung muß der Arzt den Patienten an erste Stelle stellen. Es heisst nicht, das zu tun, was der Patient verlangt, es heisst, das Beste fuer den Patienten zu tun. Wenn der Patient nach etwas Dummen oder Gefaehrlichem fragt, sollte der Arzt nein sagen. Dr. Shafer beschreibt die Beziehung zwischen Murray und MJ als eine Angestellter-Arbeitgeber-Beziehung. Der Patient sagte, was er wollte, Murray sagte ja. Shafer vergleicht Murray mit einer Haushaelterin, die macht, was ihr gesagt wird. Das ist es, was ein Angestellter macht. Shafer sagt, Murray hat nicht sein medizinisches Urteilsvermoegen angewendet und er hat nicht in MJ's bestem Interesse gehandelt. Murray hat sein medizinisches Urteilsvermoegen komplett aufgegeben. Shafer sagt, das allererste Mal, als MJ um Propofol gebeten hat, haette Murray MJ zu einem Schlaf-Experten schicken muessen.

Fehlen von "informierter Zustimmung", ungeheuerlich und gewissenlos. Eine informierte Zustimmung haette die Erklaerung inkludiert, dass Propofol keine Behandlung fuer Schlafstoerungen ist, es haette das Risiko von Tod erklaert und alternative Behandlungsmoeglichkeiten. Dr. Shafer sagt, es gibt keinen Beweis, dass MJ wusste, dass er sein Leben aufs Spiel setzte. Shafer erwaehnt nochmals, dass die informierte Zustimmung schriftlich erfolgen muss. MJ wurde sein Recht verweigert, eine informierte Zustimmung zu treffen.

Notwendigkeit, den mentalen Zustand staendig zu beoboachten, ungeheuerlich und gewissenlos. Dr. Shafer sagt, dass Aerzte beim Patienten bleiben muessen und Murray hat seinen Patienten im Stich gelassen. Shafer vergleicht das Geben von Sedierung mit dem Fahren eines Wohnmobils. Shafer sagt, man kann das Lenkrad auf einer Autobahn nicht verlassen, um sich zu erleichtern. Wenn man das macht, waere das ein Desaster. Dr. Shafer sagt, in den 25 Jahren, in denen er Arzt ist, ist er nie aus dem Raum gegangen. Und wenn er dies hätte machen müssen, hätte er die Aufsicht einem Kollegen übertragen.

Unterbrochene Kontrolle und Beobachtung, ungeheuerliche Verletzung. Murray hat MJ alleingelassen und er war am Telefon. Shafer sagt, man kann nicht "multitasken", besonders, wenn man kein Equipment zur Beobachtung hat. Dr. Shafer sagt, ein Patient, der grade dabei ist, zu sterben, sieht nicht sehr anders aus als ein Patient, der okay ist. Dr. Shafer sagt, aus der Entfernung kann man nicht feststellen, dass eine Person nicht atmet. Shafer sagt, er glaubt, Murray koennte im Raum gewesen sein und hat nicht mitbekommen, dass MJ zu atmen aufgehoert hat.

Shafer sagt, Wiederbelebung waere einfach gewesen, alles, was noetig gewesen waere, waere gewesen, das Propofol zu stoppen und MJ zum Atmen zu bringen. Shafer erinnert nochmals, dass es haeufig ist, dass Patienten unter Narkose zu atmen aufhoeren und dass das erwartet wird. Shafer sagt, haette Murray ihn beobachtet, haette er nur das Kinn heben muessen und ihn beatmen.

Nachmittagspause

Fehlen von ununterbrochener Dokumentation, ungeheuerliche und gewissenlose Verletzung. Shafer sagt, Dokumentation ist Teil der Behandlung. Shafer sagt, haette Murray die Berichte gehabt, haette er gesehen, dass die Sauerstoffsaettigung gesunken war oder dass sich der Herzrhythmus veraendert hat.

911 nicht rechtzeitig anrufen, ungeheuerliche Verletzung. Shafer sagt, in dieser Umgebung konnte Michael nicht ohne Assistenz wiederbelebt werden. Shafer sagt, 911 anzurufen hatte die hoechste Prioritaet wegen des Fehlens von Hilfe und Equipment. Shafer sagt, wenn 911 zu rufen nicht moeglich war, haette Propofol gar nicht gegeben werden duerfen.

Shafer sagt, wenn man annimmt, Murray hat um 12:00 Uhr festgestellt, dass es ein Problem gab, versteht er nicht, warum Murray Williams eine Sprachnachricht hinterlassen hat und wie es 20 Minuten dauern konnte, bis 911 gerufen wurde. Shafer nennt das unfassbar und voellig und absolut unentschuldbar.

Shafer sagt, wenn Murray den Raum nur fuer 2 Minuten verlassen hatte und die Sanitaeter sofort gerufen haette, waere MJ mit einer Gehirnschaedigung am Leben. Haette Murray nach 2 Minuten festgestellt, dass MJ in Schwierigkeiten war und haette er Atemwegs-Equipment gehabt, waere MJ am Leben und unverletzt.

Walgren fragt, wie effektiv CPR mit einer Hand auf einem Bett ist. Shafer sagt, der Patient sinkt in das Bett, und es ist ineffektiv. Sogar, wenn Murray seine Hand hinter MJ's Ruecken hatte, ist es ineffektiv, weil man sein Koerpergewicht braucht, um effektives CPR durchzufuehren. Shafer sagt, man braucht 2 Haende, eine Hand ist nicht genug. Shafer sagt, Murray haette zuerst 911 anrufen koennen und MJ dann auf den Boden legen koennen.
Shafer sagt auch, basierend auf Murray's Polizeibefragung, das Problem war nicht, dass das Herz aufgehoert hatte zu schlagen. MJ hat aufgehoert zu atmen. Murray sagte, da war ein Puls. Wenn es einen Puls gegeben hat, haette er Sauerstoff in die Lunge bekommen muessen. Es gab keinen Grund fuer CPR, wenn es einen Puls gegeben hat. Shafer sagt, ein Laie wuerde Mund-zu-Mund-Beatmung machen, weil er keine andere Moeglichkeit hat. Bei einem
Arzt zeigt es, dass er nicht das notwendige Equipment hat.

Shafer sagt, er versteht nicht, warum Murray MJ's Beine angehoben hat. Shafer nennt das Zeitverschwendung. Shafer sagt, die Beine anheben wird gemacht, wenn man glaubt, dass nicht genug Blut ins Herz geht, aber das war nicht MJ's Problem. Er hat zu atmen aufgehoert. Shafer sagt, das zeigt, Murray hatte keine Ahnung, was zu tun war.

Walgren fragt, was Flumazenil ist. Shafer erklaert, es ist ein Medikament, das den Effekt von Lorazepam und Midazolam umkehrt. Dr. Shafer sagt, er moechte wissen, warum Murray es gegeben hat. Shafer sagt, es passt nicht zusammen mit der Gabe von nur 2 Dosen zu 2 mg mehrere Stunden vorher. Dr. Shafer sagt, er glaubt, Murray wusste, dass da viel mehr Lorazepam war.

Dr. Shafer spricht ueber die Irrefuehrung der Sanitaeter und der Aerzte im UCLA und die Nichterwaehnung von Propofol, ungeheuerliche und gewissenlose Verletzung. Dr. Shafer sagt, das Leben eines Menschens stand auf dem Spiel, es ist unentschuldbar. Shafer sagt, er hat es auch falsch dargestellt als einen Herzstillstand, den er beobachtet hat. Shafer sagt, ein beobachteter Herzstillstand ist nicht ein Stillstand wegen dem Fehlen von Atmung, es ist gewoehnlich ein Herzinfarkt. Somit war die Therapie der Sanitaeter und der Aerzte im UCLA nicht angemessen. Bei einem Herzstillstand hat man nur Sekunden, um die Behandlung zu waehlen, den Sanitaetern und die Aerzten in der Notaufnahme wurden nicht die richtigen Informationen gegeben. Shafer sagt, das Zurueckhalten von Information ist eine Verletzung des Vertrauens des Patienten.

Walgren fragt, was Polypharmazie ist. Shafer erklaert, das bedeutet, viele Medikamente gleichzeitig zu geben, und das ist eine ernste Verletzung. Shafer sagt, was Murray MJ gegeben hat, machte keinen Sinn. Shafer sagt, Midazolam und Lorazepam sind sehr aehnliche Medikamente und der einzige Unterschied ist, wie lange sie im Koerper bleiben. Shafer sagt, er versteht nicht, warum Murray von Midazolam auf Lorazepam und zurueck gewechselt hat. Shafer sagt, er glaubt, Murray hat die Medikamente, die er gegeben hat, nicht verstanden.

Walgren fragt, ob 25 mg Propofol eine sichere Dosis ist. Shafer sagt, in dieser Umgebung gab es keine sichere Dosis. Midazolam und Lorazepam wurden gegeben. MJ hat Benzos waehrend 80 Naechten bekommen, er koennte abhaengig gewesen sein oder einen Entzug gehabt haben von Benzos oder Propofol. Dr. Shafer sagt, er hat noch nie davon gehoert, dass einer Person fuer 80 Naechte Propofol gegeben worden ist, und er weiss nicht, was in so einem Fall passieren wuerde.

Walgren fragt nach der Studie aus Taiwan. Shafer sagt, es gibt ueber 13.000 medizinische Artikel ueber Propofol, 2.500 Artikel ueber Propofol und Sedierung, und es gibt nur einen Artikel ueber Propofol und Schlafstoerungen. Es ist diese Studie, die 2010 gemacht wurde. Dr. Shafer sagt, er haette diese Studie nicht publiziert, weil die Dosis an Propofol, die gegeben wurde, nicht genannt wird. Dr. Shafer sagt auch, dass die Gegebenheiten der Studie
hier nicht angewendet werden koennen. Diese Studie wurde in einem Spital von Narkosefachaerzten durchgefuehrt, die Patienten haben 8 Stunden gefastet, sie wurden beobachtet, eine Infusionspumpe wurde benuetzt, Propofol wurde fuer 2 Stunden ueber 5 Tage waehrend 2 Wochen gegeben. Es gab keine andere Medikation. Die Patienten wurden im Pflegestandard behandelt. Shafer sagt, der Artikel hebt Murray's Abweichungen vom Pflegestandard hervor.

Walgren fragt, auch, wenn MJ Lorazepam und/oder Propofol selbst genommen haette, waeren diese 17 Abweichungen immer noch relevant und ob Shafer Murray noch immer als verantwortlich ansehen wuerde fuer MJ's Tod. Shafer antwortet "ja".

Walgren fragt nach der Arzt-Patienten-Beziehung. Shafer sagt, das geht Jahrhunderte zurueck. Shafer sagt, dass Aerzte die Macht haben, Medikamente zu geben und Patienten aufzuschneiden, etc., und zwar deshalb, weil ihnen das Vertrauen gegeben wird, das zu tun, weil angenommen
wird, sie setzen den Patienten an erste Stelle. Dr. Shafer liest den Hippokratischen Eid. Shafer sagt, als Murray zustimmte, MJ Propofol zu geben, hat er sich (Murray) an erste Stelle gesetzt. Als Murray jede Nacht mit Propofol und Beuteln mit Kochsalzloesung erschienen ist, hat er sich (Murray) an erste Stelle gesetzt. Als Murray Informationen vor den Sanitaetern und den Aerzten in der Notaufnahme zurueckgehalten hat, hat er sich (Murray) an erste Stelle gesetzt.

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Hallo guten Tag bin Dienstag in Hagen bitte Rufe mich an danke !!!!

Beitrag von Billie - Jean am Fr 21 Okt 2011 - 7:03

14. Prozeßtag - Do. 20.10.2011
33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist / Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

Walgren beginnt mit Propofol. Walgren fragte Shafer gegen Maerz 2011, ob er seine Meinung fuer diesen Fall bereitstellen wuerde und gab Shafer Murray's Polizei-Befragung und den Toxikologie-Bericht. Walgren gab Shafer auch einen Bericht von Dr. White. Dr. White hatte geschrieben, dass MJ Propofol oral zu sich genommen haben koennte. Shafer sagt, er war darueber enttaeuscht, weil orales Propofol nicht ueber die Leber hinauskommen kann. Shafer sagt, beim ersten "Durchgang" wuerde die Leber das Propofol fast komplett entfernen.

(Dr. White ist im Bild zu sehen)

Shafer hat eine Praesentation vorbereitet, sie heisst "Propofol nicht oral bio-verfuegbar".

Bild 1 ist der Titel.

Bild 2 zeigt den Verdauungstrakt des menschlichen Koerpers. Shafer identifiziert die Organe. Shafer sagt, orales Propofol wuerde in den Magen kommen, es wuerde ins Blut gehen und das ganze Blut wuerde in die Leber gehen, und erst, nachdem es die Leber passiert hat, wuerde es zurueck gehen in die Blutgefaesse.

Bild 3 ist eine Nahaufnahme des Verdauungstraktes. Es zeigt all die Blutgefaesse, die vom Verdauungstrakt in die Leber gehen. Shafer erklaert, was nach dem ersten Passieren der Leber passiert. 99 % des Medikaments waere entfernt worden und es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass orales Propofol irgendeinen Effekt hat. Shafer hat in seinem Bericht geschrieben, es gibt Null Moeglichkeit, dass MJ an oralem Propofol gestorben ist.

Bild 4 ist ein Artikel von 1985 von Dr. Glen (Arzt, der Propofol entwickelt hat - Shafer sagt, er verdient es, der Vater von Propofol genannt zu werden) ueber Propofol. In dieser Studie wurde Maeusen Propofol gegeben, sie fanden heraus, dass Infusion effektiv war, aber sogar 20 Mal die IV-Dosis, gegeben oral, hatte keine Allgemeinanaesthesie produziert.

Bild 5 ist eine Studie an Ferkeln. Diese Studie zeigt, dass weniger als 1 % an Propofol in Ferkeln bio-verfuegbar war. Das zeigt, dass Propofol von der Leber aus dem Koerper gewaschen wird.

Bild 6 ist eine Studie von 1996, vorgenommen an Ratten. In dieser Studie fanden sie heraus, dass 10 % an Propofol in Ratten verfuegbar waren. Shafer sagt, das ist, weil Ratten eine andere Spezies sind. Es zeigt aber dennoch, dass der Grossteil an Propofol (90 %) aus dem Koerper gewaschen wird.

Bild 7 zeigt ein US-Patent vom 23. Juni 2009. Diese Studie wurde an Ratten vorgenommen, und die Bio-Verfuegbarkeit war weniger als 1 %.

Bild 8 zeigt ein US-Patent vom 17. November 2009. Eine weitere Studie vorgenommen an Hunden und Affen, und die Bio-Verfuegbarkeit war weniger als 1 %. All diese Informationen waren verfuegbar, als Dr. White und Dr. Shafer ihre Berichte geschrieben haben.

Der Rest der Bilder - Shafer hat dann eine Studie ueber die Bio-Verfuegbarkeit in Menschen gemacht. Shafer sagt, es gab keine Publikationen mit Menschen als Testobjekte. Shafer hat an einer Studie teilgenommen, die mit Freiwilligen in Chile gemacht wurde. 6 Studenten haben freiwillig teilgenommen. Die ersten 3 tranken 20 ml/200 mg Propofol und die anderen 3 tranken 2 mal diese Dosis (400 mg). Sie haben den Puls gemessen, den Blutdruck und die Sedierung wurde gemessen. Sie entnahmen ihnen regelmaessig Blut aus dem Arm und haben das auf Propofol gemessen. Keiner der Freiwilligen war nach der oralen Einnahme von Propofol sediert. Das Sauerstoff-Level ist nie gefallen, der Blutdruck ist nie gefallen. Die Studie wurde letzte Woche auf einer Konferenz in Chicago praesentiert. Shafer hat auch einen Award fuer sein Lebenswerk auf dieser Konferenz bekommen.

Das letzte Bild ist die Schlussfolgerung der Studie am Menschen, es gab keinen Effekt von oralem Propofol beim Menschen.

Shafer sagt, er hat diese Studie wegen dieses Falls gemacht und weil die DEA Propofol zu einer "kontrollierten Substanz" erklaeren wollte. Shafer glaubt, die DEA versucht, das zu tun, weil sie glauben, MJ koennte es getrunken haben. Shafer sagt, er will zeigen, dass Propofol nicht oral missbraucht werden kann.

Shafer sagt, er hat Walgren beim ersten Telefonat gesagt, oraler Effekt von Propofol ist nicht moeglich, und spaeter hat er diese zusaetzlichen Studien herausgesucht und hat sogar eine Studie am Menschen vorgenommen, um zu zeigen, dass es Null Moeglichkeit gab.

Walgren bringt eine weitere Praesentation. Diese ist ueber Lorazepam (langer Sidebar wegen einem Einspruch von Chernoff).

Bild 1 ist der Titel

Bild 2 - Eine Studie, die von Shafer vorgenommen wurde. Er hat sich Lorazepam oder Midazolam angeschaut. Sie haben es ueber einen Computer Patienten gegeben. Den Patienten wurde regelmaessig Blut abgenommen, um die Konzentration zu studieren. Die Studie wurde in Stanford gemacht und sie haben eine riesige Menge an Daten gesammelt.

Shafer sieht sich die Level der Toxikologie in MJ an und weiss, dass Murray gesagt hat, er haette 2 Dosen mit 2 mg Lorazepam gegeben. Shafer hat Modelle durchlaufen lassen, um zu sehen, ob diese Dosis das Lorazepam-Level, das in MJ's Blut gefunden wurde, verursachen koennte. 2 Dosen mit 2 mg Lorazepam werden nicht vom Blut-Level unterstuetzt. Das Modell zeigt, dass die Konzentration von 2 Dosen mit 2 mg um 2 Uhr morgens und um 5 Uhr morgens etwa 10 % von dem entsprechen, was gefunden wurde. Shafer sagt, MJ wurde mehr Lorazepam gegeben.

Vormittagspause

Wenn die 2 Dosen mit 2 mg um 2 Uhr und um 5 Uhr morgens das einzige Lorazepam waeren, das MJ gegeben wurde, sollte die Konzentration, die der Leichenbeschauer gefunden hat, 0,025 sein, nicht 0,169.

Shafer zeigt ein anderes Modell, um auf die 0,169 um 12 Uhr mittags zu kommen. Es zeigt 10 Dosen mit 4 mg Propofol zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens. Diese Zahl ist konsistent mit den Ampullen, die in MJ's Haus gefunden wurden (10 ml-Ampullen mit 4 mg/ml Konzentration, was 40 mg entspricht).

Shafer erklaert, der Metabolit von Lorazepam heisst Lorazepam-Glukuronide. Die Leber gibt Zucker zu den Lorazepam-Molekuelen, damit die Nieren das Lorazepam verarbeiten koennen. Dieser Prozess macht das Medikament inaktiv. Lorazepam-Glukuronide hat keinen Effekt. Das Lorazepam hat einen Effekt, aber nicht sein Metabolit. Der Leichenbeschauer sieht sich die Level von Lorazepam an, nicht die fuer den Metaboliten.

Walgren zeigt den Test, den die Verteidigung fuer Lorazepam gemacht hat. "Pacific Toxicology" hat den Metabolit zurueck zu Lorazepam konvertiert und danach das Lorazepam analysiert. Deshalb war ihr Resultat groesser, weil es beides inkludiert hat, das Medikament und den Metaboliten. Ihr Ergebnis fuer Lorazepam und seinem Metaboliten war 0.634. "Pacific Toxicology" hat nicht unterschieden zwischen Lorazepam und seinem Metaboliten.

Walgren fragt, wie Lorazepam im Magen gefunden werden kann. Shafer zeigt den Verdauungs- trakt und erklaert den Prozess. Nach einer IV-Injektion geht das Medikament ins Blut. Spaeter kommt es in die Leber und die Leber konvertiert es zum Metaboliten. 25 % des Metaboliten geht in die Galle und dann laeuft die Galle in den Darm. An der Verbindung zwischen dem Magen und dem Duenndarm wird etwas vom Metaboliten in den Magen zurueck geschwappt. Shafer sagt, MJ hatte die Menge von 1/43 einer Lorazepam-Tablette im Magen, und das meiste davon war der Metabolit, und die wahre Menge an Lorazepam war viel geringer.

Shafer sagt, das beweist, dass Michael Lorazepam in mindestens den 4 Stunden vor seinem Tod nicht geschluckt hat (zwischen 8 Uhr morgens und 12 Uhr mittags). Also ist Flanagan's hypothetisches Szenario, in dem MJ um 10 Uhr morgens Lorazepam-Tabletten geschluckt hat, nicht moeglich.

Walgren und Shafer kommen zu Propofol. Walgren geht ueber mehrere Studien, die Shafer ueber Propofol gemacht hat. Shafer verwendete Modelle, die Alter, Gewicht und Geschlecht dieser Studien enthielten, um Modelle zu untersuchen ueber das Propofol, das in MJ gefunden wurde.

Shafer sagt, Propofol agiert im Gehirn und es ist das Gehirn, das einen einschlafen laesst oder das einen zu atmen aufhoeren laesst. Also ist es die Konzentration im Gehirn, auf die es ankommt.

Der Zeuge der Verteidigung, Dr. White, hat an einer Studie teilgenommen, die zeigt, bei welcher Konzentration an Propofol eine Person zu atmen aufhoert. Bei 2,3 mg/ml erwartet man, dass die Haelfte der Patienten zu atmen aufhoeren wuerde. Der Bereich fuer Atemstill- stand ist 1,3 mg bis 3,3 mg/ml. Bei 1,3 mg hoeren 5 % der Patienten zu atmen auf, bei 3,3 mg hoeren 95 % zu atmen auf.

Eine weitere Studie wurde an Schweinen vorgenommen, um die Verzoegerung zwischen dem Atemstillstand und der Zeit, wenn die Blutzirkulation stoppt, festzustellen. Das Ergebnis zeigt, es sind 9 Minuten zwischen dem Atemstillstand und dem Herzstillstand.

Shafer machte Simulationen fuer den Fall. Er nimmt an, die Zeit zwischen Atemstillstand und Herzstillstand ist beim Menschen 10 Minuten, weil Menschen mehr Sauerstoff als Schweine haben und weil MJ extra Sauerstoff bekommen hat. Die Propofol-Konzentration, die der Leichen- beschauer in MJ's femoralem Blut gefunden hat, war 2,6, das ist die Konzentration von dem Zeitpunkt, als die Blutzirkulation stoppte. Shafer probiert verschiedene Szenarios, um zu dieser Zahl zu kommen. Die Konzentration von Propofol steigt schnell, faellt aber auch sehr schnell. Das passiert durch die Leber und weil Propofol in anderes Gewebe geht.

Szenario 1: Nur 25 mg Propofol durch eine Bolusinjektion.

MJ waere unter der Grenze, bei der die Haelfte der Patienten zu atmen aufhoert (2.3), aber ueber dem 5-%-Limit (1,3). Er haette zwischen 1 Minute und 2 1/2 Minuten nach der Injektion zu atmen aufgehoert. Nach 3 Minuten wuerde man erwarten, dass er wieder zu atmen beginnt. Also gibt es auch bei einer kleinen Dosis fuer kurze Zeit ein Risiko. Da MJ andere Medikamente gegeben wurden, hatte er ein groesseres Risiko.

Shafer glaubt nicht, MJ ist das passiert. MJ haette fuer 2 Minuten einen Atemstillstand gehabt und seine Blutzirkulation haette 10 Minuten angehalten, und das Propofol waere metabolisiert worden. Somit waere die femorale Menge viel kleiner gewesen als die, die der Leichenbeschauer gefunden hat. Shafer schliesst dieses Szenario aus.

Szenario 2: 50 mg Propofol Bolusinjektion (die halbe Spritze ist mit Propofol gefuellt, die andere Haelfte mit Lidocain).

MJ haette wahrscheinlich nach 1 Minute bis zu 3 oder 4 Minuten nach der Gabe zu atmen auf- gehoert (fuer 3 Minuten nicht zu atmen wuerde keine Gehirnschaedigung verursachen). Das Herz wuerde fuer 10 Minuten weiterschlagen. Auch 50 mg Propofol wuerden nicht zu der Menge fuehren, die im femoralen Blut gefunden wurde. Shafer schliesst auch dieses Szenario aus.

Szenario 3: 100 mg Propofol Bolusinjektion (die ganze Spritze ist mit Propofol gefuellt).

Der Patient wuerde nach 1 Minute zu atmen aufhoeren und das Herz wuerde nach 10 Minuten zu schlagen aufhoeren. Das femorale Blut-Level waere unter dem gewesen, das der Leichenbeschauer gefunden hat. Shafer schliesst dieses Szenario aus.

Es folgen mehrere Szenarien, in denen der Patient selbst injiziert.

Szenario 4: 6 Selbst-Injektionen von jeweils 50 mg ueber 90 Minuten.

Selbst-Injektion wuerde bedeuten, das Propofol in die Spritze zu ziehen und durch den IV-Port zu injizieren. Es braucht Zeit und benoetigt Koordination. Wenn man gute Venen hat, kann man es auch ohne IV injizieren (Anm. dies ist von mir eingefuegt, weil es in englischen Original unklar war), aber basierend auf Murray's Polizei-Befragung hatte MJ schlechte Venen, somit ist Selbstinjektion unwahrscheinlich und es waere ohne Lidocain extrem schmerzhaft. 50 mg haetten Michael einschlafen lassen fuer etwa 10 Minuten, und es waere etwas laenger geworden mit jeder Injektion, es waere ein bisschen Propofol im Blut uebrig. Die Blutzirkulation wuerde nach 10 Minuten aufhoeren. Das femorale Blut-Level waere stark unter der Zahl, die der Leichenbeschauer gefunden hat. Shafer schliesst dieses Szenario aus.

Szenario 5: 6 Selbst-Injektionen von jeweils 100 mg ueber 3 Stunden.

Das ist eine Narkose-Dosis. MJ haette zu atmen aufgehoert und die Blutzirkulation wuerde nach 10 Minuten aufhoeren. Wieder waere das Blut-Level von Propofol stark unter dem, das im femoralen Blut gemessen wurde. Shafer sagt, MJ waere wahrscheinlich nach der ersten oder zweiten Injektion gestorben, aber der Leichenbeschauer haette ein niedrigeres femorales Blut-Level an Propofol gefunden.

Mittagspause

Quelle: http://www.mjjcommunity.com/forum/thread…nslations/page4

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Fortsetzung nach Mittagspause

Beitrag von Billie - Jean am Sa 22 Okt 2011 - 18:28

14. Prozeßtag - Do. 20.10.2011
33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist / Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung nach Mittagspause

Mehrere Injektionen gegeben von Murray - Szenarios

Szenario 6: 6 Injektionen mit je 50 mg

In diesem Szenario haette MJ mehrere Male zu atmen aufgehoert und in diesem Szenario waere MJ nicht am Leben und das femorale Blut-Level wuerde erreicht. Shafer sagt, das macht aber keinen Sinn, weil Murray wiederholt injizieren haette muessen und die Injektionen muessten weitergehen, nachdem die Atmung und das Herz gestoppt hatten. Shafer schliesst dieses Szenario aus.



Szenario 7: 100-ml-Infusion, 1000 mg



In diesem Modell wird die Infusion um 9 Uhr morgens gestartet und es gab eine Bolusinjektion vor dem Drip. Wenn man einen Drip gibt, gibt es keinen grossen Unterschied zwischen der Konzentration im Blut und im Gehirn. Die Level steigen anfangs schnell. Spaeter wuerde die Leber beginnen, das Propofol zu metabolisieren, und die Level wuerden langsam steigen. Wenn der Patient die Atemstillstands-Schwelle erreicht, wuerde die Atmung langsamer werden und Kohlendioxid wuerde steigen. Haette es eine Kapnographie gegeben, dann haette man gesehen, wie das Kohlendioxid ansteigt.

Um 10 Uhr vormittags wuerde MJ noch atmen, aber ohne Kapnographie sieht Murray nicht, dass es ein Problem gibt. Zwischen 11:30 und 11:45 Uhr haette die Atmung gestoppt und es waere kein Sauerstoff mehr in der Lunge. MJ starb gegen Mittag mit der Infusion noch immer laufend. Das ist das einzige Szenario, das Shafer generieren konnte, das das femorale Level produziert und das konsistent ist mit Murray's Schilderung, wie er Propofol gegeben hat. Dieses Szenario passt zu allen Daten in dem Fall. Das ist es, was Shafer glaubt, dass passiert ist.

Murray haette mit Kapnographie feststellen koennen, dass es ein Problem gibt, und mit einem Pulsoximeter. Waere Murray bei MJ gewesen, haette er die langsame Atmung gesehen und haette das Propofol stoppen koennen. Murray mag gedacht haben, dass alles okay ist und ist dann aus dem Zimmer gegangen. Shafer sagt nochmals, dass Murray 130 100-ml-Ampullen gekauft hat, und Shafer denkt, das bedeutet eine Ampulle pro Nacht.

Nachmittagspause

Walgren und Shafer beginnen damit, einen IV zur Demontration aufzubauen. Shafer hat dieselben/aehnliche Utensilien gebracht, die Murray benuetzt oder gekauft hat. Shafer haengt einen Beutel mit Kochsalzloesung an den IV-Staender. Er schliesst die Schlaeuche an den Beutel an. Bei dem Infusions-Set gibt es einen Port fuer Injektion mit einem Gummi-Stopper, in den man mit einer Nadel stechen kann, um Medikamente zu geben.

Shafer zeigt einen Katheder der Groesse 22 (dieselbe Groesse, die bei MJ verwendet wurde), der Katheder bleibt in der Vene (die Nadel bleibt nicht in der Vene). Shafer schliesst den Katheder an den Schlauch mit der Kochsalzloesung an und zeigt, dass die Fluessigkeit sehr schnell durchfliesst. Der Beutel hat einen nicht beluefteten Schlauch, weil es bei Kochsalzloesung keine Notwendigkeit fuer Belueftung gibt (der Beutel zieht sich einfach zusammen).

Fuer Propofol braucht man einen beluefteten Schlauch. Murray hat solche Infusions-Sets bei Sea Coast gekauft. Shafer zeigt das Infusions-Set mit Belueftung, das Murray gekauft hat. Es hat oben eine Vorrichtung, die erlaubt, dass Luft hineinkommt. Dieser Schlauch ist dazu gedacht, mit einer Infusionspumpe verwendet zu werden, aber es gab keine Infusionspumpe.

Ein Spike vom Propofol-Schlauch waere in die Ampulle gestochen worden, und das waere konsistent mit dem Riss, den man an der 100-ml-Ampulle mit Propofol aus MJ's Haus gesehen hat. Shafer steckt den Spike in die Propofol-Ampulle und haengt sie mit der Plastikvorrichtung an der Ampulle an den Staender.


Walgren zeigt, dass die 100-ml-Ampulle, die in MJ's Haus gefunden wurde, dieselbe Haengevorrichtung hatte. Einspruch von der Verteidigung - Sidebar.

Nach dem Sidebar wird die folgende Stipulation ins Protokoll aufgenommen: Die Haengevorrichtung wurde von Walgren zur Demonstration angehoben. Als die Ampulle gefunden wurde, war diese noch an der Ampulle und unbenutzt.

Murray sagte in der Polizei-Befragung, dass er die Gabe von Kochsalzloesung gestoppt hat, bevor er Propofol mit einer Spritze gegeben hat. Shafer zeigt die Gummiklemme und wie man den Fluss mit der Klemme stoppen kann. Shafer demonstriert die Infusion von 25 mg Propofol mit einer Spritze, wie Murray es in der Befragung geschildert hat. Das Propofol bleibt im Schlauch, weil die Kochsalzloesung gestoppt wurde und das Propofol somit nicht gepuscht wird. Somit ist Murray's Beschreibung, wie er es langsam ueber 3 bis 5 Minuten gegeben hat, unmoeglich, wenn die Kochsalzloesung gestoppt ist. Man muss die Kochsalzloesung "entklammern", damit das Propofol herauskommt.

Shafer demonstriert die Belueftung des Propofol-Schlauchs. Wenn er die Belueftung schliesst, stoppt das Propofol, wenn er sie oeffnet, fliesst das Propofol durch den Schlauch. Shafer schliesst dann den beluefteten Schlauch mit einer Nadel an den Y-Anschluss. Shafer sagt, das ist ein extrem unsicherer Aufbau und alles basiert auf der Schwerkraft. Wenn ein Beutel gehoben wird, gibt es in dem Beutel mehr Zug und es wuerde den anderen verlangsamen. Wenn die Kochsalzloesung stoppt, beschleunigt sich das Propofol. Wenn man die Rate der Kochsalzloesung veraendert, veraendert das auch die Rate von Propofol. Deshalb ist dieses System sehr gefaehrlich. Die einzige Moeglichkeit, die Geschwindigkeit zu kontrollieren, sind die Klemmen.

Walgren fragt nach dem IV-Beutel mit dem Schnitt. Shafer sagt, vielleicht hat Murray nicht gewusst, dass es an der Ampulle eine Haengevorrichtung gibt oder er wollte diese nicht benuetzten. Shafer gibt die Propofol-Ampulle mit dem Spike in den aufgeschnittenen IV-Beutel, um zu demonstrieren, dass das moeglich ist.



Shafer sagt, dieses System erklaert, warum der lange Schlauch im Haus nicht positiv auf Propofol getestet wurde, aber der kurze Schlauch war positiv. Es gab noch einen langen Schlauch, der an die Propofol-Ampulle angeschlossen war.

Shafer lehrt die Propofol-Flasche schnell und entfernt den langen, beluefteten Schlauch, der Propofol in sich hat. Er passt in eine Hand. Walgen fragt, ob der Schlauch in eine (Hosen)tasche passen wuerde. Shafer sagt "ja".

Walgren macht eine Zusammenfassung von Shafer's Aussage: 17 ungeheuerliche Abweichungen vom Pflegestandard, 4 davon sind auch unethisch, er hat ein Video gezeigt, wie man Propofol sicher gibt, hat erklaert, die orale Einnahme von Propofol war unmoeglich, hat gezeigt, dass MJ mehr als 4 mg Lorazepam bekommen hat, dass es unmoeglich ist, dass MJ um 10 Uhr vormittags Lorazepam geschluckt hat, das Szenario zeigt einen IV-Drip, hat den IV-Aufbau demonstriert und dass der Infusions-Schlauch in eine Hand und in eine (Hosen)tasche passt.

Walgren fragt, ob Murray der direkte Grund fuer MJ's Tod war, wenn MJ selbst gespritzt hat, bzw. Propofol oder Lorazepam getrunken/geschluckt hat. Shafer sagt, ja, Murray war derjenige, der das Propofol gebracht hat, der den Patienten mit Zugang zu den Medikamenten alleingelassen hat, und er war derjenige, der die Infusion gestartet hat. Shafer sagt, Murray ist verantwortlich fuer jeden Tropfen Propofol und Lorazepam.

Walgren beendet das Direktverhoer von Shafer.

Quelle: http://www.mjjcommunity.com/forum/thread…9fcb038a11c8e77

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15. Prozeßtag - Fr. 21.10.2011

Beitrag von Billie - Jean am Sa 22 Okt 2011 - 18:29


33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist / Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

Die Sitzung beginnt mit 221A - einer Stipulation. Der Begriff "Anhaenger-Griff" ("tab handle") an Propofol-Ampulle wird definiert.

Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

Walgren fragt, ob Shafer den 8 Seiten langen Toxikologie-Bericht gelesen hat. Shafer sagt ja und dass er das wahre, pure Level der Medikamente zeigt, er inkludiert nicht die Metaboliten. Shafer evaluierte die Handlungsweisen, die der Leichenbeschauer benuetzt hat.

Shafer erwaehnt, dass er der Verteidigung seine Simulationen zur Verfuegung gestellt hat und dass er freiwillig geholfen hat.

Walgren fragt, ob es etwas bedeutet, wenn an mit offenen Augen stirbt. Shafer sagt, es bedeutet nicht langsamer oder schneller Tod.

Auf Frage von Walgren sagt Shafer, es gibt die Moeglichkeit, dass MJ aufgewacht ist und die Infusionsleitung manipuliert hat, und das wuerde bedeuten, dass Murray MJ alleingelassen hat. Shafer hat das auch in seinem Bericht geschrieben.

Walgren fragt, waere das passiert, wuerde das Shafer's Meinung ueber Murray aendern. Shafer sagt, nein, und selbst wenn MJ aufgewacht ist und die Gummi-Klemme geoeffnet hat, ist es dennoch Murray's Verantwortung und Murray war nicht anwesend und hat das passieren lassen. Man wuerde das noch immer als "im Stich lassen" ansehen.

Kreuzverhoer durch Chernoff

Chernoff bespricht, was Shafer macht und seine Modelle. Shafer kann von der Konzentration auf die Dosis schliessen. Shafer sagt, er weiss fuer gewoehnlich, welche Dosis gegeben wird.

Shafer sagt, weil Menschen verschieden sind, sind seine Modelle dafuer gemacht, Bandbreiten anzugeben. Der Median ist repraesentativ fuer die Reaktion auf ein bestimmtes Medikament bei der Haelfte der Menschen.

In diesem Fall hatte Shafer nur die Konzentration und er musste die Dosis von der Konzentration kalkulieren.

Chernoff erwaehnt, dass nur eine IV-Leitung am Tatort gefunden wurde. Chernoff fragt, ob Shafer's Theorie darueber, was passiert ist, eine dreiste Behauptung ist. Shafer antwortet, er glaubt, es ist ein ehrliches Statement.

Chernoff fragt, ob es irgendeinen bestimmten Grund gibt, warum Shafer einen anderen IV-Schlauch fuer den Beutel mit Kochsalzloesung gebracht hat (Anm. als im Haus gefunden wurde). Shafer hat Sea Coast kontaktiert, um den exakt selben Schlauch zu bekommen, aber die Lieferung haette 2 - 3 Wochen gedauert, also hat er den anderen Schlauch gekauft. Chernoff zeigt Shafer den exakt selben Schlauch. Der IV-Schlauch, den Chernoff zeigt, ist schmutzig, es ist etwas Braunes daran. Shafer fragt sich, ob das Blut ist, Chernoff sagt, es ist keinBlut.

Chernoff fragt dann, warum Shafer einen beluefteten Schlauch fuer das Propofol gebracht hat. Shafer sagt, dass man die Belueftung braucht, um das Propofol aus der Flasche zu bekommen. Chernoff fragt, warum Shafer annimmt, dass Murray diesen Schlauch benuetzt hat. Shafer sagt, die Berichte von SeaCoast zeigen, Murray hat diesen Schlauch bestellt und das zeigt, dass er vor hatte, ihn zu benuetzen.

Chernoff fragt, wie Shafer wissen konnte, ob Murray ihn in MJ's Zimmer benuetzt hat. Shafer sagt, weil er einen beluefteten Schlauch gebraucht hat. Shafer sagt, die Ampulle hatte einen Riss von einem Spike, aber es war kein Loch einer Nadel in der Ampulle. Waere da ein Loch einer Nadel gewesen, haette Murray einen anderen Schlauch benuetzen koennen. Shafer sagt, weil die Ampulle nur einen Riss von einem Spike hatte, musste es einen beluefteten IV-Schlauch geben. Shafer sagt, dies ist der einzige belueftete IV-Schlauch, den der in Murray's Bestellungen gesehen hat, und er wollte diesen nach Kalifornien geliefert bekommen.

Chernoff sagt, vielleicht gab es diesen Schlauch gar nicht. Shafer antwortet, wie haette er dann das Propofol aus der Ampulle gezogen? Chernoff sagt, dass das LAPD keinen beluefteten Schlauch gefunden hat. Shafer sagt, es ist leicht, diesen zu verstecken und eine Person kann ihn leicht mitnehmen. Chernoff fragt, warum wuerde eine Person dann nicht auch die Ampullen und Nadeln mitnehmen. Shafer sagt, dass man sich an den Nadeln verletzen koennte und dass Ampullen voluminoes sind.

Chernoff versucht zu betonen, dass all dies Shafer's Meinung ist. Sie diskutieren hin und her, was eine Meinung ist. Shafer sagt, was er sagt, basiert auf medizinischem Wissen und einiges sind Fakten, einiges sind Meinungen. Shafer sagt, "es ist meine Meinung, dass man die UCLA-Aerzte nicht anluegen sollte".

Chernoff erwaehnt, dass Murray eine 10cc-Spritze benuetzt hat, aber Shafer hatte eine 20cc-Spritze. Shafer sagt, die Groesse der Spritze ist irrelevant. Chernoff bespricht nochmals, dass Shaffer einen anderen IV-Schlauch fuer den Beutel mit Kochsalzloesung benuetzt hat, eine andere Propofol-Ampulle, die anders geformt war und eine groessere Spritze. Shafer sagt "ja". Chernoff fragt nach dem Schnitt in dem IV-Beutel. Shafer sagt, es hat sein Interesse geweckt und er hat 3 IV-Beutel fuer 150 Dollar gekauft und hat den Schnitt im Beutel geschaetzt (Anm. die Groesse des Schnittes, nachdem er das Foto von dem Beutel mit dem Schnitt vom Tatort untersucht hat).

Chernoff erwaehnt, dass Walgren Shafer am 31. Maerz angerufen hat und ihm dann Statements und Berichte geschickt hat. Chernoff geht ueber Shafer's Bericht und dass er "koennte" benuetzt hat, um zu beschreiben, was passiert ist. Shafer hat sich ausserdem auf Alberto Alvarez' Statement bezogen und dass er eine Propofol-Ampulle in einem IV-Beutel gesehen hat. Chernoff fragt, ob Shafer Alberto Alvarez jemals getroffen oder mit ihm gesprochen hat, und ob er von der Annahme ausgeht, dass Alberto Alvarez die Wahrheit gesagt hat.

Chernoff sagt, dass die Haengevorrichtung an der 100-ml-Propofol-Ampulle vom Tatort nicht benuetzt war. Shafer sagt, das ist irrelevant, und es wuerde keinen Unterschied machen, ob die Ampulle in dem Beutel oder an den Stand gehaengt war. Chernoff fragt, ob es realistisch ist, dass Murray all diese Schritte durchfuehren wuerde - den Beutel leeren, einen Schnitt in den Beutel machen und die Propofol-Ampulle hineingeben, anstatt die Ampulle mit der Haengevorrichtung aufzuhaengen. Shafer sagt, das ist realistisch.

Chernoff sagt, dass Murray fuer sein Leben vor Gericht steht, dann gibt es einen Sidebar.

Chernoff fragt nach dem Kunstfehler-Prozess, in dem Shafer vor 10 Jahren ausgesagt hat und fragt, ob er den Arzt in dem Fall nicht gemocht hat. Shafer sagt, er hat den Arzt nicht gemocht. Shafer sagt, er hat schon einmal ausgesagt, aber er beraet fuer Prozesse in etwa 2 Mal im Jahr.

Chernoff geht ueber Shafer's Lebenslauf. Als Shafer Medizinstudent an der Stanford Universitaet war, war Dr. White ein Assistenz-Professor fuer Anaesthesie. Shafer publizierte Papiere mit Dr. White. Shafer schrieb die Software und hat mit mathematischen Modellen fuer Dr. White's Studie aus dem Jahr 1988 geholfen.

Chernoff geht ueber den Beipackzettel fuer Propofol und fragt Shafer, was sein Beitrag dazu war. Shafer unterstreicht und ringelt den Teil ein, den er gemacht hat.

Nachmittagspause

Chernoff geht ueber andere Studien/Artikel und Buecher, an denen Shafer gearbeitet hat. Chernoff erwaehnt die Arbeiten, die Shafer und Dr. White gemeinsam gemacht haben. Shafer und White kennen einander seit fast 30 Jahren und im Jahr 2009 hat Shafer White fuer einen Award nominiert.

Chernoff erwaehnt Shafer's Aussage, dass er "enttaeuscht" war darueber, was White ueber orale Einnahme von Propofol gesagt hat. Shafer sagt, er war enttaeuscht und das ist es, was er empfunden hat. Chernoff fragt, ob Shafer weiss, dass dieser Prozess im Fernsehen ist und international gezeigt wird. Walgren erhebt Einspruch. Chernoff fragt, ob Shafer die Umstaende kennt, unter denen der Brief, den Dr. White an Flanagan geschickt hatte, entstanden ist und dass er unter Eile entstanden ist wegen der Androhung einer Ordnungsstrafe. Einspruch und Sidebar.

Chernoff spricht ueber das Propofol, das in MJ's Magen gefunden wurde. Shafer hat Walgren die Studie mit den Ferkeln geschickt und ihm gesagt, es gibt keine Studie am Menschen. Shafer hat dann einen chilenischen Professor kontaktiert, um eine Studie am Menschen durchzufuehren, aber Walgren hat nicht um diese Studie gebeten.

Chernoff sagt, die Verteidigung hat fuer eine Studie an Beaglen bezahlt und White hat die Studie gemacht.

Chernoff fragt, wer fuer die chilenische Studie bezahlt hat. Shafer sagt, er hat 600 Dollar fuer das Propofol bezahlt, und die Studenten haben freiwillig (und gratis) teilgenommen. Die Studie wurde auch auf einer internationalen Konferenz praesentiert. Chernoff fragt, warum er eine 2-monatige Studie machen wuerde, ein Papier darueber schreiben und es auf einer Konferenz praesentieren, wenn ein Medizinstudent in ersten Jahr weiss, dass Propofol oral nicht bio-verfuegbar ist. Shafer sagt, es ist besser, Daten vom Menschen zu haben, weil es nicht unklar ist und es dann keine Fragen ueber Menschen geben wuerde.

Waehrend der Befragung erfahren wir, dass Shafer selbst 20 ml Propofol getrunken hat, bevor er die Studie gemacht hat.

Chernoff fragt, ob Shafer wusste, dass White nicht sagen wuerde, MJ haette Propofol geschluckt. Shafer sagt, das wusste er nicht und er weiss noch immer nicht, was Dr. White sagen wird.

Chernoff zeigt die 40-mg-Lorazepam-Grafik. Shafer sagt, sie zeigt wiederholte Bolusinjektionen (10 Stueck) alle 30 Minuten, von Mitternacht bis 5 Uhr morgens. Chernoff sagt, in seinem Modell war die erste Spritze um Mitternacht, aber um Mitternacht war MJ noch bei den Proben. Shafer bietet an, eine weitere Simulation zu machen.

Chernoff fragt, warum er die "reagiert auf schmerzhaften Stimulus"-Linie in seiner Grafik weggelassen hat. Shafer sagt, er wollte es so einfach wie moeglich fuer die Geschworenen machen.

Chernoff sagt, basierend auf seiner Simulation haette MJ von 2:30 Uhr morgens bis 11 Uhr vormittags geschlafen. Shafer sagt, da MJ fuer 80 Naechte Benzos bekommen hat, ist es unmoeglich zu sagen, wie er auf Lorazepam reagiert haette (Anm. ob sich eine Abhaengigkeit und somit hoehere Toleranz entwickelt haette). Chernoff fragt, woher er weiss, dass MJ 80 Naechte lang Benzos bekommen hat. Shafer sagt, das basiert auf Murray's Polizei-Befragung und seinen Bestellungen von der Apotheke. Chernoff sagt, dass das Kaufen von Benzos nicht heisst, dass sie benuetzt werden. Shafer sagt, dass er zu seinem Statement steht, dass die "Information eine hoehere Dosis, moeglicherweise 40 mg, andeutet".

Chernoff fragt, ob Shafer eine Simulation fuer orales Lorazepam gemacht hat. Shafer hat dafuer keine Simulation gemacht. Chernoff bittet Shafer zu erklaeren, was passiert, wenn eine Person eine Tablette schluckt. Sie geht in den Magen, die Haelfte der Tablette ist in 22 Minuten absorbiert, dann wuerde sie in die Leber gehen und haette im ersten Durchgang 92 % Bio-Verfuegbarkeit, und dann wuerde sie ins Blut gehen und ins Gewebe und ins Gehirn. Der Metabolit wuerde in die Galle gehen und in den Darm und Magen. Der Prozess ist fuer Lorazepam gegeben ueber Infusion derselbe.

Chernoff zeigt einen Grafik, die 2 Injektionen mit 2 mg Lorazepam kombiniert mit der Grafik der 40-mg-Dosis. Chernoff und Shafer besprechen, dass MJ in seinen letzten 4 Stunden kein Lorazepam geschluckt haben konnte.

Chernoff erwaehnt die Midazolam-Simulation und die Zahlen passen zu dem, was Murray gesagt hatte, dass er gegeben hatte.

Chernoff zeigt die Grafik mit der Injektion von 25 mg Propofol und eine andere Grafik, die Shafer fuer White gemacht hat. Die zweite Grafik zeigt 25 mg Propofol gegeben uber 5 Minuten. Shafer sagt, die Induktionsdosis wird ueber 2 Minuten gegeben, weil das weniger schmerzhaft fuer den Patienten ist.

Chernoff fragt, was die Gefahr einer schnellen Infusion ist. Es ist Atemstillstand.

Chernoff versucht, unter Verwendung des Blut-Levels ueber die Grafik zu gehen, Shafer sagt, er muss sich die Gehirn-Level anschauen. Chernoff fragt, was MJ's Gehirn-Konzentration von Propofol war. Dafuer gab es keine Messung im Bericht des Leichenbeschauers.

Quelle: http://www.mjjcommunity.com/forum/thread…nslations/page4

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16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011

Beitrag von Billie - Jean am Mi 26 Okt 2011 - 2:48

33. Zeuge: Steven Shafer - Anästhesist
Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

Die Sitzung beginnt mit 221A - einer Stipulation. Der Begriff "Anhaenger-Griff" ("tab handle") an Propofol-Ampulle wird definiert.

Direktverhoer durch Walgren - Fortsetzung

Walgren fragt, ob Shafer den 8 Seiten langen Toxikologie-Bericht gelesen hat. Shafer sagt ja und dass er das wahre, pure Level der Medikamente zeigt, er inkludiert nicht die Metaboliten. Shafer evaluierte die Handlungsweisen, die der Leichenbeschauer benuetzt hat.

Shafer erwaehnt, dass er der Verteidigung seine Simulationen zur Verfuegung gestellt hat und dass er freiwillig geholfen hat.

Walgren fragt, ob es etwas bedeutet, wenn an mit offenen Augen stirbt. Shafer sagt, es bedeutet nicht langsamer oder schneller Tod.

Auf Frage von Walgren sagt Shafer, es gibt die Moeglichkeit, dass MJ aufgewacht ist und die Infusionsleitung manipuliert hat, und das wuerde bedeuten, dass Murray MJ alleingelassen hat. Shafer hat das auch in seinem Bericht geschrieben.

Walgren fragt, waere das passiert, wuerde das Shafer's Meinung ueber Murray aendern. Shafer sagt, nein, und selbst wenn MJ aufgewacht ist und die Gummi-Klemme geoeffnet hat, ist es dennoch Murray's Verantwortung und Murray war nicht anwesend und hat das passieren lassen. Man wuerde das noch immer als "im Stich lassen" ansehen.

Kreuzverhoer durch Chernoff

Chernoff bespricht, was Shafer macht und seine Modelle. Shafer kann von der Konzentration auf die Dosis schliessen. Shafer sagt, er weiss fuer gewoehnlich, welche Dosis gegeben wird.

Shafer sagt, weil Menschen verschieden sind, sind seine Modelle dafuer gemacht, Bandbreiten anzugeben. Der Median ist repraesentativ fuer die Reaktion auf ein bestimmtes Medikament bei der Haelfte der Menschen.

In diesem Fall hatte Shafer nur die Konzentration und er musste die Dosis von der Konzentration kalkulieren.

Chernoff erwaehnt, dass nur eine IV-Leitung am Tatort gefunden wurde. Chernoff fragt, ob Shafer's Theorie darueber, was passiert ist, eine dreiste Behauptung ist. Shafer antwortet, er glaubt, es ist ein ehrliches Statement.

Chernoff fragt, ob es irgendeinen bestimmten Grund gibt, warum Shafer einen anderen IV-Schlauch fuer den Beutel mit Kochsalzloesung gebracht hat (Anm. als im Haus gefunden wurde). Shafer hat Sea Coast kontaktiert, um den exakt selben Schlauch zu bekommen, aber die Lieferung haette 2 - 3 Wochen gedauert, also hat er den anderen Schlauch gekauft. Chernoff zeigt Shafer den exakt selben Schlauch. Der IV-Schlauch, den Chernoff zeigt, ist schmutzig, es ist etwas Braunes daran. Shafer fragt sich, ob das Blut ist, Chernoff sagt, es ist keinBlut.

Chernoff fragt dann, warum Shafer einen beluefteten Schlauch fuer das Propofol gebracht hat. Shafer sagt, dass man die Belueftung braucht, um das Propofol aus der Flasche zu bekommen. Chernoff fragt, warum Shafer annimmt, dass Murray diesen Schlauch benuetzt hat. Shafer sagt, die Berichte von SeaCoast zeigen, Murray hat diesen Schlauch bestellt und das zeigt, dass er vor hatte, ihn zu benuetzen.

Chernoff fragt, wie Shafer wissen konnte, ob Murray ihn in MJ's Zimmer benuetzt hat. Shafer sagt, weil er einen beluefteten Schlauch gebraucht hat. Shafer sagt, die Ampulle hatte einen Riss von einem Spike, aber es war kein Loch einer Nadel in der Ampulle. Waere da ein Loch einer Nadel gewesen, haette Murray einen anderen Schlauch benuetzen koennen. Shafer sagt, weil die Ampulle nur einen Riss von einem Spike hatte, musste es einen beluefteten IV-Schlauch geben. Shafer sagt, dies ist der einzige belueftete IV-Schlauch, den der in Murray's Bestellungen gesehen hat, und er wollte diesen nach Kalifornien geliefert bekommen.

Chernoff sagt, vielleicht gab es diesen Schlauch gar nicht. Shafer antwortet, wie haette er dann das Propofol aus der Ampulle gezogen? Chernoff sagt, dass das LAPD keinen beluefteten Schlauch gefunden hat. Shafer sagt, es ist leicht, diesen zu verstecken und eine Person kann ihn leicht mitnehmen. Chernoff fragt, warum wuerde eine Person dann nicht auch die Ampullen und Nadeln mitnehmen. Shafer sagt, dass man sich an den Nadeln verletzen koennte und dass Ampullen voluminoes sind.

Chernoff versucht zu betonen, dass all dies Shafer's Meinung ist. Sie diskutieren hin und her, was eine Meinung ist. Shafer sagt, was er sagt, basiert auf medizinischem Wissen und einiges sind Fakten, einiges sind Meinungen. Shafer sagt, "es ist meine Meinung, dass man die UCLA-Aerzte nicht anluegen sollte".

Chernoff erwaehnt, dass Murray eine 10cc-Spritze benuetzt hat, aber Shafer hatte eine 20cc-Spritze. Shafer sagt, die Groesse der Spritze ist irrelevant. Chernoff bespricht nochmals, dass Shaffer einen anderen IV-Schlauch fuer den Beutel mit Kochsalzloesung benuetzt hat, eine andere Propofol-Ampulle, die anders geformt war und eine groessere Spritze. Shafer sagt "ja". Chernoff fragt nach dem Schnitt in dem IV-Beutel. Shafer sagt, es hat sein Interesse geweckt und er hat 3 IV-Beutel fuer 150 Dollar gekauft und hat den Schnitt im Beutel geschaetzt (Anm. die Groesse des Schnittes, nachdem er das Foto von dem Beutel mit dem Schnitt vom Tatort untersucht hat).

Chernoff erwaehnt, dass Walgren Shafer am 31. Maerz angerufen hat und ihm dann Statements und Berichte geschickt hat. Chernoff geht ueber Shafer's Bericht und dass er "koennte" benuetzt hat, um zu beschreiben, was passiert ist. Shafer hat sich ausserdem auf Alberto Alvarez' Statement bezogen und dass er eine Propofol-Ampulle in einem IV-Beutel gesehen hat. Chernoff fragt, ob Shafer Alberto Alvarez jemals getroffen oder mit ihm gesprochen hat, und ob er von der Annahme ausgeht, dass Alberto Alvarez die Wahrheit gesagt hat.

Chernoff sagt, dass die Haengevorrichtung an der 100-ml-Propofol-Ampulle vom Tatort nicht benuetzt war. Shafer sagt, das ist irrelevant, und es wuerde keinen Unterschied machen, ob die Ampulle in dem Beutel oder an den Stand gehaengt war. Chernoff fragt, ob es realistisch ist, dass Murray all diese Schritte durchfuehren wuerde - den Beutel leeren, einen Schnitt in den Beutel machen und die Propofol-Ampulle hineingeben, anstatt die Ampulle mit der Haengevorrichtung aufzuhaengen. Shafer sagt, das ist realistisch.

Chernoff sagt, dass Murray fuer sein Leben vor Gericht steht, dann gibt es einen Sidebar.

Chernoff fragt nach dem Kunstfehler-Prozess, in dem Shafer vor 10 Jahren ausgesagt hat und fragt, ob er den Arzt in dem Fall nicht gemocht hat. Shafer sagt, er hat den Arzt nicht gemocht. Shafer sagt, er hat schon einmal ausgesagt, aber er beraet fuer Prozesse in etwa 2 Mal im Jahr.

Chernoff geht ueber Shafer's Lebenslauf. Als Shafer Medizinstudent an der Stanford Universitaet war, war Dr. White ein Assistenz-Professor fuer Anaesthesie. Shafer publizierte Papiere mit Dr. White. Shafer schrieb die Software und hat mit mathematischen Modellen fuer Dr. White's Studie aus dem Jahr 1988 geholfen.

Chernoff geht ueber den Beipackzettel fuer Propofol und fragt Shafer, was sein Beitrag dazu war. Shafer unterstreicht und ringelt den Teil ein, den er gemacht hat.

Nachmittagspause

Chernoff geht ueber andere Studien/Artikel und Buecher, an denen Shafer gearbeitet hat. Chernoff erwaehnt die Arbeiten, die Shafer und Dr. White gemeinsam gemacht haben. Shafer und White kennen einander seit fast 30 Jahren und im Jahr 2009 hat Shafer White fuer einen Award nominiert.

Chernoff erwaehnt Shafer's Aussage, dass er "enttaeuscht" war darueber, was White ueber orale Einnahme von Propofol gesagt hat. Shafer sagt, er war enttaeuscht und das ist es, was er empfunden hat. Chernoff fragt, ob Shafer weiss, dass dieser Prozess im Fernsehen ist und international gezeigt wird. Walgren erhebt Einspruch. Chernoff fragt, ob Shafer die Umstaende kennt, unter denen der Brief, den Dr. White an Flanagan geschickt hatte, entstanden ist und dass er unter Eile entstanden ist wegen der Androhung einer Ordnungsstrafe. Einspruch und Sidebar.

Chernoff spricht ueber das Propofol, das in MJ's Magen gefunden wurde. Shafer hat Walgren die Studie mit den Ferkeln geschickt und ihm gesagt, es gibt keine Studie am Menschen. Shafer hat dann einen chilenischen Professor kontaktiert, um eine Studie am Menschen durchzufuehren, aber Walgren hat nicht um diese Studie gebeten.

Chernoff sagt, die Verteidigung hat fuer eine Studie an Beaglen bezahlt und White hat die Studie gemacht.

Chernoff fragt, wer fuer die chilenische Studie bezahlt hat. Shafer sagt, er hat 600 Dollar fuer das Propofol bezahlt, und die Studenten haben freiwillig (und gratis) teilgenommen. Die Studie wurde auch auf einer internationalen Konferenz praesentiert. Chernoff fragt, warum er eine 2-monatige Studie machen wuerde, ein Papier darueber schreiben und es auf einer Konferenz praesentieren, wenn ein Medizinstudent in ersten Jahr weiss, dass Propofol oral nicht bio-verfuegbar ist. Shafer sagt, es ist besser, Daten vom Menschen zu haben, weil es nicht unklar ist und es dann keine Fragen ueber Menschen geben wuerde.

Waehrend der Befragung erfahren wir, dass Shafer selbst 20 ml Propofol getrunken hat, bevor er die Studie gemacht hat.

Chernoff fragt, ob Shafer wusste, dass White nicht sagen wuerde, MJ haette Propofol geschluckt. Shafer sagt, das wusste er nicht und er weiss noch immer nicht, was Dr. White sagen wird.

Chernoff zeigt die 40-mg-Lorazepam-Grafik. Shafer sagt, sie zeigt wiederholte Bolusinjektionen (10 Stueck) alle 30 Minuten, von Mitternacht bis 5 Uhr morgens. Chernoff sagt, in seinem Modell war die erste Spritze um Mitternacht, aber um Mitternacht war MJ noch bei den Proben. Shafer bietet an, eine weitere Simulation zu machen.

Chernoff fragt, warum er die "reagiert auf schmerzhaften Stimulus"-Linie in seiner Grafik weggelassen hat. Shafer sagt, er wollte es so einfach wie moeglich fuer die Geschworenen machen.

Chernoff sagt, basierend auf seiner Simulation haette MJ von 2:30 Uhr morgens bis 11 Uhr vormittags geschlafen. Shafer sagt, da MJ fuer 80 Naechte Benzos bekommen hat, ist es unmoeglich zu sagen, wie er auf Lorazepam reagiert haette (Anm. ob sich eine Abhaengigkeit und somit hoehere Toleranz entwickelt haette). Chernoff fragt, woher er weiss, dass MJ 80 Naechte lang Benzos bekommen hat. Shafer sagt, das basiert auf Murray's Polizei-Befragung und seinen Bestellungen von der Apotheke. Chernoff sagt, dass das Kaufen von Benzos nicht heisst, dass sie benuetzt werden. Shafer sagt, dass er zu seinem Statement steht, dass die "Information eine hoehere Dosis, moeglicherweise 40 mg, andeutet".

Chernoff fragt, ob Shafer eine Simulation fuer orales Lorazepam gemacht hat. Shafer hat dafuer keine Simulation gemacht. Chernoff bittet Shafer zu erklaeren, was passiert, wenn eine Person eine Tablette schluckt. Sie geht in den Magen, die Haelfte der Tablette ist in 22 Minuten absorbiert, dann wuerde sie in die Leber gehen und haette im ersten Durchgang 92 % Bio-Verfuegbarkeit, und dann wuerde sie ins Blut gehen und ins Gewebe und ins Gehirn. Der Metabolit wuerde in die Galle gehen und in den Darm und Magen. Der Prozess ist fuer Lorazepam gegeben ueber Infusion derselbe.

Chernoff zeigt einen Grafik, die 2 Injektionen mit 2 mg Lorazepam kombiniert mit der Grafik der 40-mg-Dosis. Chernoff und Shafer besprechen, dass MJ in seinen letzten 4 Stunden kein Lorazepam geschluckt haben konnte.

Chernoff erwaehnt die Midazolam-Simulation und die Zahlen passen zu dem, was Murray gesagt hatte, dass er gegeben hatte.

Chernoff zeigt die Grafik mit der Injektion von 25 mg Propofol und eine andere Grafik, die Shafer fuer White gemacht hat. Die zweite Grafik zeigt 25 mg Propofol gegeben uber 5 Minuten. Shafer sagt, die Induktionsdosis wird ueber 2 Minuten gegeben, weil das weniger schmerzhaft fuer den Patienten ist.

Chernoff fragt, was die Gefahr einer schnellen Infusion ist. Es ist Atemstillstand.

Chernoff versucht, unter Verwendung des Blut-Levels ueber die Grafik zu gehen, Shafer sagt, er muss sich die Gehirn-Level anschauen. Chernoff fragt, was MJ's Gehirn-Konzentration von Propofol war. Dafuer gab es keine Messung im Bericht des Leichenbeschauers.

Quelle: http://www.mjjcommunity.com/forum/thread…nslations/page4



Zuletzt von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Mi 26 Okt 2011 - 2:49

16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
1. Zeuge der Verteidigung: Dan Myers - Detective LAPD

Direktverhoer durch Gourjian

Myers ist seit 1994 Detective beim LAPD. Er wurde am 29. Juni 2009 mit dem Fall betraut. Er
hat Alberto Alvarez am 31. August 2009 befragt. Sie haben Alvarez in einem Buerogebaeude be-
fragt. Michael Amir Williams wurde am selben Tag am selben Ort befragt, aber Myers weiss
nicht, ob Williams und Faheem Muhammad im Gebaeude waren, als er Alvarez befragt hat.

Am 31. August hat Alvarez einige Zeichungen angefertigt. Eine von dem IV-Beutel mit einer
Ampulle, der am IV-Stand hing. Die zweite Zeichung war ein Pulsoximeter, das er an MJ's
Finger gesehen hat. Diese Zeichnungen und die Befragung wurden 4 Tage nach der Pressemit-
teilung des Leichenbeschauers, die Propofol als Todesursache identifizierte, gemacht. Am
25. Juni hat Alvarez nicht erwaehnt, dass er Medikamente oder den IV-Beutel mit der Ampulle
weggeraeumt hatte.

Gourjian zeigt noch eine Zeichnung - einen IV-Beutel - Myers sagt, die hat er noch nie vor-
her gesehen.

Kein Kreuzverhoer


2. Zeuge der Verteidigung: Orlando Martinez - Detective LAPD

Direktverhoer durch Gourjian

Martinez ist seit 10 1/2 Jahren Detective beim LAPD. Er ging am 25. Juni gegen 15:30 Uhr ins
UCLA. Im UCLA sprachen sie (Martinez und Smith) mit verschiedenen Leuten. Martinez war
waehrend der Haelfte von Alvarez' Befragung am 25. Juni anwesend. Alvarez hat nicht er-
waehnt, Ampullen eingesammelt zu haben oder eine Ampulle in einem IV-Beutel gesehen zu
haben. Martinez ging gegen 19:30 Uhr zum Carolwood-Haus, er hat Alberto Alvarez dort nicht
gesehen. Er hat Faheem Muhammad gesehen. Alex Supall, ein Ueberwachungsspezialist fuer das
LAPD war im Carolwood-Haus, um das Bildmaterial der Ueberwachungskameras abzurufen. Martinez
traff die Entscheidung, das Bildmaterial von MJ's und Murray's Ankunft herunterzuladen.

Martinez war nicht bei der Befragung von Alberto Alvarez am 31. August 2009 dabei, aber hat
Alvarez im September getroffen, um seine Fingerabdruecke zu nehmen. Im April 2011 hat Walgren
Martinez angerufen und ihn gebeten, bestimmte Beweisstuecke in sein Buero zu bringen. Walgren
sagte ihm auch, dass Alberto Alvarez da sein wuerde. Alvarez hatte beim Polizeigebaeude ge-
parkt und ist mit Martinez zu Walgren's Buero gegangen. Martinez hat eine Schachtel mit Be-
weissstuecken gebracht, aber zeigte Alvarez nur den IV-Beutel mit Kochsalzloesung, die
Propofol-Ampulle und das Pulsoximeter.

Gourjiann zeigt Zeichnungen, die Alberto Alvarez im August 2009 gemacht hat und den IV-
Beutel mit Kochsalzloesung, den er im April 2011 gezeichnet hat und sagt, die Zeichnungen
sind signifikant verschieden.

Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren erwaehnt, dass Alvarez ueber die Ampulle im IV-Beutel und das Pulsoximeter im
Jaenner ausgesagt hat (Anm. bei der Voruntersuchung). Walgren bitte Martinez, die Zeichnung
des Beutels mit Kochsalzloesung vom April 2011 zu erklaeren. Martinez sagt, als er Alvarez
den Beutel gezeigt hat, sagte Alvarez, es gab eine zusaetzliche Kammer. Martinez bat ihn,
das zu zeichnen, um es besser erklaeren zu koennen.

Nochmaliges Direktverhoer durch Gourjian

Gourjian sagt, in der Voruntersuchung hat Alvarez nicht ausgesagt, dass die Propofol-
Ampulle die war, die er gesehen hat. Walgren erhebt Einspruch und sagt, dass Alvarez die
Beweisstuecke nicht gesehen hatte.

Gourjian sagt, Alvarez haette im August 2009 die zusaetzliche Kammer nicht erwaehnt.
Martinez sagt, er hat sie erwaehnt, nachdem er den IV-Beutel im April 2011 gesehen hat.

Martinez erwaehnt nochmals, dass Alvarez im April 2011 3 Stuecke gezeigt wurden, der IV-
Beutel, die Propofol-Ampulle und das Pulsoximeter.

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Mi 26 Okt 2011 - 2:50

16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
3. Zeuge der Verteidigung: Dr. Allan Metzger - MJ´s Arzt während seiner Toureen

Direktverhoer durch Chernoff


Metzger hat MJ vor 15 - 20 Jahren kennengelernt. Metzger's Beziehung mit MJ hat professionell
angefangen und spaeter wurden sie auch Freunde. Metzger war MJ's Haupt-Arzt, wenn er in LA
war und er hat ihn wegen diverser Dinge behandelt. Metzger sagt, MJ sah auch andere Spezia-
listen.

Metzger hat eine 5-seitige Krankengeschichte mitgebracht. Metzger hat MJ in seiner Ordi-
nation am 23. Juni 2003 gesehen. Michael hat ihn am 12. Juni 2008 angerufen. Bei diesem Anruf
erwaehnte MJ Schlafprobleme und Hautprobleme. Metzger hat ihm Tylenol PM zum Schlafen gege-
ben und hat ueber MJ's generelle Gesundheit und Rueckenschmerzen gesprochen. Metzger hat
MJ gesagt, wenn er nach LA kommt, soll er zu ihm und Klein kommen. Metzger sagt, er hat
regelmaessig mit Grace ueber die Kinder gesprochen.

Metzger hat MJ im April 2009 zu Hause besucht. Metzger glaubt, das war an einem Wochen-
ende am fruehen Nachmittag. An diesem Tag waren MJ, die Kinder und Sicherheitleute im Haus.
Grace war nicht im Haus. Als sie mit der Unterhaltung begonnen haben, waren die Kinder im
Zimmer, aber spaeter gingen sie hinaus. Metzger und MJ haben sich privat unterhalten. Metzger
sagt, der gesamte Besuch dauerte 1 Stunde und 30 Minuten und dass er etwa 20 bis 30 Minuten
privat mit MJ gesprochen hat. Sie haben ueber medizinische Probleme gesprochen und den
Stress, unter dem MJ wegen der Proben und der folgenden Tour stand. MJ hat nicht erwaehnt,
dass er bei anderen Aerzten in Behandlung ist.

MJ war bei klarem Verstand. Er war aufgeregt und hat ueber kreative Dinge gesprochen.
Metzger sagt, er hat beides gezeigt, Aufregung und Angst. Seine Angst war, dass er keinen
guten Job machen koennte mit den 50 Shows. MJ dachte, er war in der Lage, die Aufgabe zu
erledigen, aber er hatte Angst davor, (nicht) gesund zu bleiben. Sie sprachen ueber Er-
naehrung, MJ hatte Koeche fuer gesunde Ernaehrung, und Fluessigkeitszufuhr. MJ ging es gut
in Bezug auf sein chronisches Rueckenproblem. Metzger sagt, MJ stand auch wegen seiner
schweren Schlafstoerungen unter Stress.

Metzger sagt, Schlaf war ein Problem fuer MJ in den letzten 15 - 20 Jahren, besonders waeh-
rend Tourneen. Metzger sagt, er ist mit MJ auf Tourneen gereist.

Am 18. April 2009 hat MJ nach "Saft" gefragt, intravenoese Medikation, weil MJ nicht glaubte,
orale Medikation wuerde helfen. Metzger sagt, MJ hat keine Medikamente mit dem Namen ge-
nannt.

Metzger sagt, aus seiner Erfahrung wusste er, dass vorhergehende orale Medikation nicht
funktioniert hat. Metzger hatte Xanax (Xanor) und Tylenol PM bereits versucht. Im April
2011 gab er MJ Klonopin und Trazodon, aber die sollten nicht zusammen benuetzt werden. Er
bat MJ, ihn anzurufen und ihm zu sagen, welches funktioniert. Metzger hat nach diesem Tag
nicht mehr mit MJ gesprochen.

Chernoff fragt, wer Randy Rosen ist. Metzger sagt, er arbeitet mit ihm bei zusammen bei
Schmerz-Management-Problemen. Chernoff fragt, was fuer Schmerzen MJ hatte. Metzger ant-
wortet, chronische Rueckenschmerzen durch Ueberarbeitung und durch einige Verletzungen.
Metzger sagt, er weiss nicht, in welchem Fachgebiet Rosen arbeitet und die Frage nach
der Art von Medikamenten, die Rosen in seiner Klinik gibt, wird beieinsprucht und dem wird
stattgegeben.

Metzger sagt, er hat auch angenommen, MJ wuerde bei Klein wegen seinem Vitiligo und einiger
kleiner Eingriffe in Behandlung sein. MJ hat Metzger gegenueber erwaehnt, dass er einen
Arzt fuer London braucht. Metzger sagt, MJ war wegen Fluessigkeitszufuhr besorgt, wegen
Schlafproblemen und Verletzungen und wollte einen Arzt bei sich haben.

Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren fragt nach Infusions-Behandlung. Metzger sagt, er hat MJ gesagt, das waere gefaehr-
lich und es sollte nicht ausserhalb eines Spitals gemacht werden.

Walgren fragt, ob irgendeine Geldmenge Metzger dazu gebracht haette, MJ IV-Medikation zu
geben. Metzger sagt "nein".

Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

Chernoff fragt, ob Metzger MJ gesagt hat, dass Schlaf-Medikation durch Infusion gefaehrlich
ist. Metzger sagt, er hat MJ gesagt, alles ueber Infusion ist gefaehrlich. Metzger ist nicht
sicher, ob MJ ihn nach einem Narkosemittel gefragt hat, MJ sagte "Schlaf-Medikation".

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Mi 26 Okt 2011 - 3:16

16. Prozeßtag - Mo. 24.10.2011
4. Zeuge der Verteidigung: Cherilyn Lee - Krankenschwester
Aussage

Direktverhoer durch Chernoff


Lee ist Krankenschwesterpraktikerin, die sich auf ganzheitliche Ernaehrung spezialisiert. Als Krankenschwesterpraktikerin hat sie das in den letzten 15 bis 20 Jahren immer wieder gemacht und hat mit Athleten und Entertainern gearbeitet.

Als Krankenschwesterpraktikerin kann sie Medikamente verschreiben, aber sie zieht es vor, das nicht zu tun. Sie sagt, sie mag nicht, was Medikamente mit Menschen tun, sie zieht natuerliche Behandlung vor.

Im Jaenner 2009 hat sie einen Anruf von Faheem Muhammad erhalten, der der Sohn einer Freundin ist. Faheem sagte ihr, MJ's Kinder haetten eine Verkuehlung und MJ wollte, dass sie kommt und sich die Kinder ansieht. Als sie das tat, hat Michael mit ihr gesprochen und sie gefragt, was sie macht. MJ sagte ihr, er fuehlte sich ein bisschen muede. Lee sagte ihm, dass sie einen Bluttest fuer ihn machen kann und versuchen kann, ihm mit Ernaehrung zu helfen.

Lee kam am naechsten Tag und hat eine koerperliche Untersuchung an MJ vorgenommen. Sie hat ihm Blut fuer Labortests abgenommen und fragte ihn Dinge, um festzustellen, was seine Muedigkeit verursachte. MJ hat an dem Tag keine Schlafstoerungen erwaehnt. Er sagte nur, er hatte Probleme mit dem Einschlafen. Lee sagt, MJ hat "Red Bull" (ein Energie-Getraenk) getrunken und sie dachte, "Red Bull" koennte die Ursache sein. Sie erklaerte MJ das mit "Red Bull" und MJ sagte: "Was immer Du mir sagst, was ich tun soll, ich werde damit aufhoeren."

Chernoff fragt, ob MJ muede gewirkt hat. Lee sagt "nein". Lee sagt auch, MJ sagte ihr, er dachte, er koennte anaemisch sein. Insgesamt dachte Lee, MJ war eine gesunde und liebevolle Person. Lee gab ihm Smoothies mit hohem Naehrwert, Vitamin B12-Spritzen, "Myers' Cocktail" und Vitamin C als Infusion. Lee sagt, sie hat eine Blutuntersuchung gemacht, bevor sie MJ die Infusion gab, und diese Untersuchung war normal.

Lee geht ueber die Daten, an denen sie MJ gesehen hat und was sie ihm gegeben hat. Sie sah MJ, nachdem er von London zurueckgekommen war und er sagte ihr, er war muede. Ende Maerz fragte er sie, ob sie mit ihm nach London kommen wuerde.

Am 12. April, Ostersonntag, hat Lee MJ besucht. MJ hat ihr gesagt, er haette ein Schlafproblem und nichts, was sie ihm gab, haette geholfen. Lee hat angeboten, eine Schlafstudie bei ihm zu Hause zu machen und MJ sagte, er haette dafuer keine Zeit. MJ wollte, dass sie sieht, dass er nicht schlafen kann und bat sie, fuer eine Nacht zu bleiben und ihm beim Schlafen zuzuschauen. Lee stimmte zu. MJ bekam einen "Sleepy Tea" (ein Kraeutertee), bekam Myers' Cocktail und Vitamin C per Infusion. Der Katheder war an seiner Hand, weil MJ sehr kleine Venen hatte. Michael hat auch gescherzt, dass er schnoerkelige Venen hat. Ausser, dass sie klein waren, gab es kein Problem mit seinen Venen. Lee hat beobachtet, dass er 5 Stunden geschlafen hat. MJ ist gegen 3 Uhr morgens aufgewacht.

Quelle: MJJC

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17. Prozeßtag - Di. 25.10.2011

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:20


6. Zeuge der Verteidigung: Cherilyn Lee - Krankenschwester Fortsetzung


Direktverhoer durch Chernoff


Lee hat am vorigen Abend ihre Aufzeichnungen durchgesehen. Lee sagt, sie fuehlt sich nicht gut. Richter Pastor pausiert, damit sie sich ausruhen kann.

Lee hat einen PhD in Ernaehrung und sie ist eine zertifizierte Ernaehrungsberaterin und glaubt an ganzheitliche Medizin.

Chernoff geht ueber ihre Aufzeichnungen. Am 12. April wollte Michael Produkte fuer Schlaf, aber er hat ihr nicht gesagt, was er will. Am 19. April ging sie morgens in MJ's Haus, um einen Smoothie zuzubereiten, und sie gab MJ Vitamin B12. MJ sagte, er haette Probleme mit dem Schlafen und bat sie, ihm beim Schlafen zuzuschauen. Er sagte Lee, er sein Schlaf- Muster waeren 2 - 3 Stunden Schlaf. MJ hat auch nach Diprivan (Propofol) gefragt, Lee wusste nicht, was das ist. MJ sagte ihr, es ist das einzige Medikament, mit dem er sofort einschlaeft. Lee sagt, sie weiss nicht, ob MJ in der Vergangenheit Propofol bekommen hat, er schien damit vertraut zu sein. Lee spricht mit MJ ueber natuerliche Wege zu schlafen und ueber Schlafhygiene.

Bevor sie an dem Abend zurueck ging, hat Lee Diprivan nachgeschlagen und eine Arzt angerufen. Der Arzt sagte ihr, was Diprivan ist und dass es nie zu Hause verwendet wird. Lee sagte das MJ. MJ sagt, Aerzte haetten ihm gesagt, es ist sicher, und er dachte, er waere sicher, wenn jemand bei ihm zu Hause waere, um ihn zu beobachten. Lee geht in ihr Buero und holt ihr PDR (Buch mit Beipackzetteln) und zeigt ihm die Nebenwirkungen. MJ sagte ihr, er haette Diprivan
fuer Operationen bekommen und er waere damit leicht eingeschlafen. MJ sagte, er muesse fuer seine Arbeit ausgeruht sein.

Lee sieht in ihren Aufzeichnungen nach und korrigiert sich - MJ hat laut ihren Aufzeichnungen tatsaechlich 3 Stunden geschlafen (nicht 5). Als MJ am 19. April nach nur 3 Stunden Schlaf aufgewacht ist, war er darueber nicht gluecklich. Er sagte, das einzige, das ihm helfen wuerde zu schlafen, waere Diprivan und er bat Lee, jemanden zu finden, der es ihm geben wuerde.

Lee hat MJ danach nicht mehr gesehen.

Am 21. Juni bekam sie einen Anruf von Faheem Muhammad. Er rief an, um ihr zu sagen, dass MJ sie sehen wollte. Lee hoerte MJ im Hintergrund, er sagte: "Sag ihr was mit mir los ist, eine Haelfte meines Koerpers ist heiss, die andere kalt". Lee sagte zu Faheem, jemand muesse MJ ins Spital bringen. Lee war in Florida, als sie den Anruf bekam.

Lee erwaehnt diesen Anruf gegenueber der Polizei und sagt, es koennte ein Problem mit dem zentralen Nervensystem sein. Lee sagt, das war eines der Symptome von Propofol, die sie gegenueber MJ erwaehnt hatte. Lee sagte, als sie im Juli 2009 mit der Polizei sprach, wusste sie nicht, welche Medikamente MJ nahm.


Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren geht ueber die medizinischen Aufzeichnungen von Lee. Sie hat detailierte Berichte gefuehrt.

Am 29. Jaenner hat sie die Kinder wegen Verkuehlungen gesehen.

Am 1. Februar kam sie wieder, um Ernaehrungs-Ergaenzung zu geben. Sie hat eine medizinische Kontrolle gemacht. MJ sagte, er haette Vitiligo und Lupus. Lee sagt, die Red Bull-Dosen waeren offensichtlich gewesen. MJ ging mit Licht schlafen, mit Musik und Filmen. MJ sagte, wenn er performed, wuerde er viel schwitzen und Leute muessten den Boden aufwischen. Walgren zeigt den Teil ihrer Aufzeichnungen, in dem sie die Vitalwerte erfasst hatte. MJ wollte ein Ernaehrungsprogramm starten, also hatte sie geplant, eine Blutuntersuchungen zu machen. Sie hat ihm Blut abgenommen und er hatte kleine Venen. Sie sagte ihm, er solle aufhoeren, Red Bull zu trinken.

Sie sieht MJ am 2. und am 3 Februar. Sie hat weiterhin Notizen ueber den Fortschritt gemacht, ihre Eindruecke, ihre Empfehlungen und seine Beschwerden, wenn es welche gab.

Am 16. Februar hat sie sich MJ's Vitalwerte angeschaut und die Laborergebnisse mit ihm besprochen. Der Plan war, dass MJ aufhoeren musste, Red Bull zu trinken. Sie nahm nochmals Blut ab, um die Effekte ihrer Behandlung zu sehen. Lee sagt, MJ's Zustand hatte sich stark verbessert und seine Ergebnisse waren normal.

Am 9. Maerz ging Lee mit MJ ueber die Laborergebnisse und hat weiterhin all ihre Befunde dokumentiert, ihr Eindruecke, Empfehlungen und Beschwerden.

Am 13. Maerz hat sie wieder ihre Befunde dokumentiert.

Am 16. Maerz hatte MJ keine Beschwerden und fuehlte sich gut. Der Plan war, mit Vitaminen fortzufahren, Myers' Cocktail und Ernaehrungsergaenzung.

Am 20., 24., 26. und 31. Maerz sieht sie MJ und dokumentiert alles.

Am 12. April war MJ's Haupt-Beschwerde, dass er Produkte zum Schlafen braucht und dass er gewillt war, natuerliche Produkte zu versuchen.

Am 19. April ist MJ's Energie gut, aber er ist unfaehig, zu schlafen und die natuerlichen Produkte helfen ihm nicht mit dem Schlafen.

Am Morgen des 19. April bat MJ Lee, ihn beim Schlafen zu beobachten. MJ sagte, er braucht etwas, das ihn "umwerfen" wuerde. MJ fragte nach Diprivan. Lee hatte noch nie davon gehoert. Sie hat danach gesucht und eine Anruf gemacht und fand heraus, dass es im Spital fuer Operationen benuetzt wird. Lee sagte MJ, dass es nicht sicher ist, es zu Hause zu verwenden. MJ versicherte ihr, es waere sicher und er brauchte nur einen Arzt, der ihn beobachtet waehrend er schlaeft. Lee hat nochmals ihr PDR aus ihren Buero mitgebracht, zeigte es MJ und erklaerte die Nebenwirkungen. PDR zeigt etliche Nebenwirkungen. Einige davon sind Schwindel, Unruhe, Schuettelfrost, Zittern und Erinnerungsverlust.

Lee fragte MJ: "Was, wenn Du Deine Zeilen (Anm. Liedtexte) vergisst?" - MJ sagte: "Ich wuerde niemals meine Zeilen vergessen." MJ sagte ihr, Aerzte haetten gesagt, es waere sicher. Lee fragte: "Ich verstehe, dass Du gut schlafen willst. Du willst 'umgeworfen' werden, aber was ist, wenn Du nicht mehr aufwachst?" MJ sagte: "Ich werde okay sein, ich brauche nur jemanden, der mich mit Monitoren ueberwacht, waehrend ich schlafe."

Lee wird emotional und beginnt zu weinen.

Am Abend des 19. April schlief MJ gegen 12:15 Uhr nachts ein und wachte gegen 3:15 Uhr nachts auf. Er sagte, er brauche eine Diprivan-Infusion. Lee sagte, das waere gefaehrlich und MJ wiederholte, er waere okay, wenn ein Arzt ihn ueberwachen wuerde. Lee sagt, sie war nicht bereit, MJ eine Propofol-Infusion zu geben. Sie sagt, das wird nicht zu Hause verwendet und sie kein Schlafmittel.

Sie hat MJ nie wieder gesehen.

Im Juli 2009 wurde sie von der Polizei befragt. Sie sagte, sie haette MJ gesagt, "niemand, der Dich wichtig nimmt oder dem Dein bestes Interesse am Herzen liegt, wuerde Dir das geben".


Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

Chernoff fragt, ob sie Medien Interviews gegeben hat, bevor sie mit der Polizei sprach. Sie sagt "ja". Lee erklaert, dass einer ihrer Patienten eine PR-Person ist und der Patient hat die Interviews arrangiert.

Chernoff fragt nach dem Anruf am 21. Juni. Sie erinnert sich nicht, wann sie den Anruf erhalten hat. Sie war selbst im Spital.

Quelle: MJJC

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:21

7. Zeuge der Verteidigung: Amir Dan Rubin - Betriebsmanager im UCLA

Direktverhoer durch Chernoff


Am 25. Juni war er der leitende Betriebsmanager im UCLA-Spital. Rubin beginnt damit, den Grundriss des Spitals zu beschreiben. Am 25. Juni hat er einen Anruf bekommen, in dem ihm gesagt wurde, es waere eine "Person oeffentlichen Interesses" im Spital und er wusste anfangs nicht, dass es MJ war.

Rubin war ausserhalb des Raumes in der Notaufnahme und versuchte, den Bereich fuer Privatsphaere und Sicherheit abzusichern. Rubin hat 3 Konferenzraeume organisiert: einen fuer die Familie, einen fuer die Polizei und einen fuer andere Leute. Der 3. Konferenzraum wurde fuer ein Meeting zu einer Pressemitteilung genutzt. Da waren Leute von AEG und vom UCLA. Jermaine Jackson war auch in dem Raum. Rubin kam und ging in dem Raum. Rubin hat Murray in dem Konferenzraum gesehen, der die Pressemitteilung gelesen hat und kommentierte, dass die Todesursache nicht bekannt ist. Murray sah gequaelt aus. Die Pressekonferenz wurde im Auditorium im Keller von Jermaine Jackson gegeben.

Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren erwaehnt, dass Katherine Jackson ueber MJ's Tod von Dr. Richelle Cooper informiert wurde. Rubin sagte der Polizei, den "Schmerz einer Mutter, die ihr Kind verloren hat war aus persoenlicher Sichtweise nicht angenehm zu hoeren".

Quelle: MJJC

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:23

8. Zeuge der Verteidigung: Randy Phillips - Geschäftsführer AEG

Direktverhoer durch Chernoff

Phillips ist der Praesident und Geschaeftsfuehrer von AEG Live. Bevor er fuer AEG gearbeitet hat, hat er eine Plattenfirma geleitet. Phillips ist seit 30 Jahren in Entertainmentgeschaeft. Er erklaert, was AEG und AEG Live machen, die Veranstaltungsorte, die sie fuehren, etc.

Phillips hat MJ zum ersten Mal Mitte der 1990er Jahre getroffen. Phillips hat den LA Gear-Sponsordeal zu John Branca und MJ gebracht.

Das naechste Mal traf er MJ im Jahr 2007. Zu der Zeit war er Geschaeftsfuehrer fuer AEG und Peter Lopez, MJ's Anwalt, hatte AEG wegen einer Tournee kontaktiert. Ein Treffen in Las Vegas mit MJ, Lopez und MJ's Manager wurde arrangiert.

Mittagspause

AEG wurde von Peter Lopez kontaktiert, und zwar deshalb, weil MJ 2007 potentiell auf die Buehne zurueckkehren wollte. Phillips sagt, das waere eine monumentale Leistung fuer AEG, weil MJ der groesste Star war.

Das Treffen fand in Las Vegas statt, mit Lopez, einem anderen Anwalt mit dem Namen Cross, Raymone Bain und ihrem Assistenten. Das Treffen hat 90 Minuten gedauert. Zu der Zeit war MJ nicht bereit, auf die Buehne zurueckzukehren, also hat Phillips das nicht weiter verfolgt.

Im August 2008 wurde AEG von Tom Barrack von Colony Capital kontaktiert, der die Anleihe auf Neverland gekauft hatte. Sie trafen sich und sprachen ueber Konzerte. Phillips traf sich in derselben Woche mit Tohme. Tohme sagte, MJ wollte seine Karriere neu starten, zuerst Live-Shows machen und dann neue Musik herausbringen.

Phillips traf sich im September 2008 mit MJ. Der Plan war, Residenz-Shows im O2 zu machen. Phillips sagt, nur besondere Kuenstler koennen das machen und es ist als wuerde man den Berg zu Mohammed bringen. MJ schien motiviert und empfaenglich fuer diese Idee. Phillips hatte weitere Meetings mit MJ, um ueber kreative Dinge zu sprechen.

Phillips traf sich mit MJ an Halloween (31. Oktober). MJ erwaehnt gegenueber Phillips, wie er seine Karriere neu starten will und dass er wie ein Vagabund lebt. Das Meeting war emotional und beide, Phillips und MJ, weinten.

Der Vertrag von AEG war ueber 31 Shows. MJ brachte diese Zahl auf, weil er 10 Shows mehr machen wollte als Prince. Der Vertrag wurde in MJ's Haus im Jaenner 2009 unterzeichnet.

Chernoff versucht, viele Fragen ueber den Vertrag zu stellen, aber diese werden beeinsprucht und dem wird stattgegeben. Der Richter erlaubt diese Richtung der Fragen nicht.

Die Pressekonferenz war im Maerz und AEG hat anfangs 10 Shows beworben. Chernoff versucht zu fragen, ob MJ zu spaet zu der Pressekonferen kam, etc., aber der Richter erlaubt diese Fragen nicht.

Nach der Ankuendigung machten sie einen Vorverkauf und die Nachfrage war unglaublich. Gongaware sagte Phillips, er solle MJ fragen, ob er mehr Shows machen wuerde. Phillips sprach mit Thome und bekam nach 20 Minuten einen Anruf von MJ. MJ sagte, er wuerde maximal 50 Shows machen und er hatte 2 Bedingungen. Er wollte ein Haus ausserhalb Londons mit 6,5 Hektar ("16 acres"), idyllisch fuer seine Kinder, und er wollte, dass das Guiness-Buch der Weltrekorde bei den 50 Shows anwesend ist.

Im Maerz sagte MJ, er wolle Ortega als Regisseur fuer die Konzerte. Ortega wurde angeheuert und dann wurden Auditions gemacht und zusaetzliches Personal wurde im April angeheuert. Die Proben begannen im Mai.

MJ hat im Mai ueber einen persoenlichen Arzt gesprochen. Phillips war nicht da und hoerte das von Dileo, Gongaware und Whooley. Sie fragten, ob Phillips es MJ ausreden koennte, seinen eigenen Arzt zu engagieren. Phillips sagte MJ, es waere teuer, einen US-Arzt nach London zu bringen und fragte, ob MJ einen Arzt aus London engagieren wuerde. MJ blieb standhaft und sagte, er will seinen eigenen Arzt. Gongaware hat mit Murray verhandelt.

Es gab in der ersten Juni-Woche ein Treffen. Dileo war darueber besorgt, dass MJ nicht genug ass. Murray sagte, er wird sicherstellen, dass MJ ordentlich isst und er wird MJ Protein-Getraenke als Ernaehrungsergaenzung geben. Murray sagte ihnen, dass MJ's Gesundheit gut war. Phillips sagt, es ist offensichtlich fuer ihn, dass MJ Murray vertraute, und sie hatten eine enge Beziehung. Das war das erste Mal, dass Phillips Murray getroffen hat.

In der zweiten Juni-Woche liess Ortega Bedenken aufkommen. Ortega hatte den Eindruck, dass MJ nicht so involviert war, wie er es sein wollte. Die Hauptsorge war MJ's Fokus und die Teilnahme an den Proben.

Phillips sagt, er war nicht sicher, was Ortega mit "harter Liebe" ("tough love") meinte und damit, den Stecker zu ziehen. Phillips sagt, niemand hat darueber nachgedacht, den Stecker zu ziehen und es gab keine Sorge, dass die Shows abgesagt wuerden, sie waeren verschoben worden. Nach Ortega's Email hat Dileo angerufen und Phillips gebeten, ein Treffen zu arrangieren.

Waehrend einer Unterhaltung erwaehnte Phillips gegenueber Murray, dass MJ auch zu Klein geht. Phillips erwaehnte das, weil MJ bei einem Produktions-Meeting nicht so konzentriert war wie er es gewoehnlich war (Phillips sagt, MJ war gewoehnlich fokusiert wie ein Laser). Phillips fragte Michael Amir Williams, ob MJ okay war und Williams haette ihm gesagt, er kaeme grade von Klein.

Meeting am 20. Juni. MJ, Murray, Phillips und Ortega waren anwesend. Ortega begann damit, zu sagen, dass MJ sich konzentrieren und mehr Verbindlichkeit zeigen muesse. MJ erzaehlte Ortega, dass er bereit war und sagte "Du baust das Haus und ich setze die Tuer ein und male es aus".

Phillips ging am 23. und 24. Juni zu den Proben.

Am 25. Juni bekam Phillips einen Anruf von Dileo gegen 10:30 Uhr - 11 Uhr vormittags. Dileo sagte ihm, MJ haette Probleme zu atmen und sagte ihm, er solle zum Carolwood-Haus kommen. Phillips brauchte ca. 15 Minuten zum Carolwood-Haus. Als er ankam, verliessen Sanitaeter gerade das Haus, also folgte Phillips ihnen zum Spital. Dileo kam auch ins Spital. Phillips hat Murray im Spital gesehen. Murray war in schwerer Bestuerzung und Phillips kann sich nicht erinnern, was Murray gesagt hat.

Nachmittagspause

Kreuzverhoer durch Walgren

Phillips sagt, er erfuhr im Mai 2009, dass MJ einen persoenlichen Arzt hatte. Phillips sagt,er hatte kein Wissen darueber, was fuer eine Behandlung Murray bei MJ machte.

Phillips sagt, es kam nie an den Punkt, dass sie in Erwaegung gezogen haetten, den Stecker fuer die This Is It-Konzerte zu ziehen.

Phillips sagt, er hat bei dem Meeting in der ersten Juni-Woche erwaehnt, dass Michael auch bei Klein in Behandlung war. Phillips sagt, Murray hat es entweder gewusst oder sagte, er wuerde dem nachgehen.

Phillips wird nochmals zu den TII-Konzerten befragt. Phillips sagt, MJ war motiviert und er war ein Genie. Phillips sagt nochmals, wie die Konzerte auf 50 erhoeht wurden. Aufgrund der Nachfrage beim Vorverkauf bat Gongaware ihn, mit MJ zu sprechen. Phillips rief Tohme an und MJ hat ihn innerhalb von 20 Minuten zurueckgerufen. MJ sagte, er wuerde 50 Shows machen, aber wollte, dass das Guinness Buch der Weltrekorde es dokumentieren wuerde und er wollte ein Anwesen fuer seine Kinder. Phillips sagt, dass MJ ein phaenomenaler Vater war.

Walgren geht ueber die Meetings. Im Meeting in der ersten Juni-Woche ging es darum, dass MJ nicht genug isst und Murray sagte, er wuerde sich darum kuemmern. MJ hatte grosses Vertrauen in Murray. Beim Treffen am 19. Juni ging es um verpasste Proben. Murray war sehr beruhigend
und hat Ortega gesagt, er solle sich um die Shows kuemmern und er, Murray, waere der Arzt und er wuerde sich um MJ's Gesundheit kuemmern.

Nachdem ihm gesagt wird, wann die Sanitaeter das Haus verlassen haben, sagt Phillips, er koennte sich irren, was den Zeitpunkt angeht, zu dem er den Anruf ueber MJ am 25. Juni bekommen hat.

Phillips sagt, er war am 23. und 24. Juni bei den Proben. Das letzte Mal, das er MJ gesehen hat war am 24. Juni. Phillips sagt, er hatte Gaensehaut waehrend er MJ zugeschaut hat. MJ ging mit Phillips zu seinen Auto. "Er hat mir die Haende auf die Schultern gelegt, als wir hinausgingen und er sagte zu mir - 'Du hast mich so weit gebracht, ich bin jetzt bereit. Ich kann es von hier uebernehmen.' Und das war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe", sagt
Phillips.

Nochmalige Direktverhoer durch Chernoff

Phillips sagt, er hatte nie das Gefuehl, dass MJ nicht in der Lage war, die Shows zu machen. Phillips sagt, der Grund dafuer, dass die ersten Shows verschoben worden sind, hatte nichts mit MJ's Gesundheit zu tun. Phillips sagt, waehrend der Meetings wurden sie immer von Murray beruhigt.

Chernoff spricht ueber Absage der Shows. Phillips sagt, AEG hatte eine vertragliche Verpflichtung MJ gegenueber und sie (MJ und AEG) haetten gemeinsam zustimmen muessen, die Tour abzusagen. Chernoff fragt, ob MJ vertraglich fuer die Produktionskosten verantwortlich war, Phillips sagt "ja". Chernoff versucht, weiter nach dem Vertrag zu fragen, wie z. B. Versicherung, aber das wird beeinsprucht und dem wird stattgegeben.

Chernoff fragt, was Ortega mit "harter Liebe" gemeint hat und damit, den Stecker zu ziehen. Phillips sagt, das weiss er nicht und er ist nicht in Kenny's Kopf.

Chernoff fragt, warum er Klein gegenueber Murray erwaehnt hat. Phillips sagt, bei einem Meeting war MJ konzentrationsschwach und als er Michael Amir Williams fragte, ob MJ okay ist, sagte Williams, er kaeme gerade von Klein. Ein anderes Mal wurde erwaehnt, dass MJ nicht zu einem Meeting kommen konnte, weil er bei Klein gewesen war.

Quelle: MJJC

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Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:23

9. Zeuge der Verteidigung:Michael Hansen - Toxikologe


Direktverhoer durch Flanagan


Hansen arbeitet fuer Pacific Toxicology. Sie haben Proben von der Gerichtsmedizin bekommen
und haben Tests fuer das totale Lorazepam (dem Medikament und dem Metaboliten) fuer die
Verteidigung gemacht.

Flanagan versucht, Dinge zu fragen, aber die koennen von Hansen nicht beantwortet werden,
weil sie ueber sein Fachgebiet hinaus gehen. Es gibt viele Einsprueche. Flanagan hat keine
weiteren Fragen.

Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren fragt, wie lange Hansen Flanagan schon kennt. Hansen sagt, seit 2009 und seine Firma
hat seit Jahrzehnten fuer Flanagan's Firma gearbeitet.

Walgren fragt nach dem Test vom Mageninhalt. Sie suchten nach dem totalen Lorazepam (dem Medi-
kament und dem Metaboliten), weil das ihre Standard-Vorgehensweise ist. Sie haben 634 ng/ml
gefunden. In ihrer Analyse haben sie nicht zwischen dem Medikament und dem Metaboliten
unterschieden. Es wurde spaeter an ein anderes Labor in Pennsylvania geschickt, um das freie
Lorazepam festzustellen. Das Ergebnis war 84 ng/ml. Es entspricht 0,006 mg, was 1/333 einer
Tablette gleichkommt.

Walgren fragt, ob Dr. Shafer das Labor kontaktiert und nach deren Methode fuer den Medi-
kamenten-Test gefragt hat. Sie haben nicht geantwortet und Flanagan davon in Kenntnis ge-
setzt. DA Brazil hat das Labor angerufen, um die Vorgehensweise zu erfahren, und sie sagte,
wenn sie nicht antworten, muesste sie das Gericht involvieren. Erst danach stellten sie ihre
Vorgehensweise der Anklage zur Verfuegung.

Walgren sagt, sie haben eine korrigierte Version der Toxikologie-Ergebnisse erhalten und die
Kopie fuer die Verteidigung war nicht korrigiert. Walgren fragt Hansen, warum, aber Hansen
kennt den Grund nicht.

Nochmaliges Direktverhoer durch Flanagan

Flanagan sagt, die Menge, die die Gerichtsmedizin gefunden hat, war 0,008 mg, aber ihr Labor
hat 0,006 mg gefunden, Flanagan fragt nach dem Grund dafuer. Hansen sagt, es koennte am Zeit-
punkt des Tests liegen und am Abbau oder es koennte an der verwendeten Methode liegen.

Quelle: MJJC

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18. Prozeßtag - Mi. 26.10.2011

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:25


10. Zeuge der Verteidigung: Gerry Causey - Patient

Direktverhoer durch Chernoff

Causey hat Murray vor 11 Jahren in Las Vegas kennengelernt, als er einen Herzinfarkt hatte. Er war 57 Jahre alt und hatte hohen Blutdruck, aber er hat nicht erwartet, einen Herzinfarkt zu bekommen. Murray hat ein paar Minuten mit ihm ueber den Eingriff gesprochen, stellte sicher, dass er alles verstand und liess ihn Papiere unterschreiben. Er wollte fuer den Eingriff nicht sediert werden.

Causey sagt, dass er einen Stent bekommen hat und dass er Murray weiterhin fuer Kontrollen nach dem Eingriff gesehen hat, und sie wurden Freunde. Causey sagt, Murray erklaert alles in einfachen Worten und beeilt sich nicht mit den Patienten. Einmal war Causey 4 1/2 Stunden in Murray's Ordination.

Causey sagt, Murray ist nicht geldgierig, weil er ihm seinen Selbstbehalt nicht verrechnet hat. Murray sagte ihm, er wuerde wieder zurueck kommen (Anm. nach seiner Arbeit mit Michael) und gab Causey seine Telefonnummer.


Kreuzverhoer durch Walgren

Causey hat 2 Medien-Interviews ueber Murray gegeben.

Murray hat ihn etwa im April darueber informiert, dass er seine Ordination verlaesst.

Auf Walgren's Nachfrage sagt Causey, er wurde wegen einer Herzkrankheit behandelt und nicht wegen Schlafstoerungen oder Drogen/Medikamentenabhaengigkeit.

Walgren fragt, wo der Eingriff stattgefunden hat. Causey sagt, es war in einem Spital, er hat Papiere unterschrieben und da waren Monitore und 3 weitere Leute im Raum.

Causey hat weitere Stents bekommen, wieder in einem Spital mit zusaetzlichem Personal anwesend.


Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

Causey sagt, er wurde fuer die Medien-Interviews nicht bezahlt und machte sie, um seinem Freund Murray zu helfen. Causey sagt, er half Murray aus Liebe und Mitgefuehl und glaubt nicht, dass er getan hat, wessen er beschuldigt wird.

Nochmailiges Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren fragt, ob er ihn, haette Murray in grober Fahrlaessigkeit gehandelt, trotzdem unterstuetzen wuerde. Causey sagt "ja".

Quelle: MJJC

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:26

11. Zeuge der Verteidigung: Andrew Guest - Patient


Direktverhoer durch Chernoff

Guest hat Murray im Jahr 2002 kennengelernt. Er war 39 Jahre alt und hatte Schmerzen in seiner Brust, im Arm und hatte Kopfschmerzen. Murray setzte Stents ein und hat seine Brustschmerzen damit geloest.

Guest sagt, dass Murray der beste Arzt ist und einem alles erklaert und sicherstellt, dass
man okay ist.


Kreuzverhoer durch Walgren

Causey hat auch Medien-Interviews gegeben.

Walgren fragt, was fuer eine Behandlung er bekommen hat. Es war fuer eine Herzkrankheit und Murray hatte ein Team, das ihm half und notwendiges medizinisches Equipment war vorhanden.

Walgren fragt, ob Murray ihm Propofol in seinem Schlafzimmer gegeben hat. Guest sagt "nein".

Walgren fragt, ob jeder Patient die Fuersorge verdient, die er bekommen hat. Guest sagt "ja" und will etwas anfuegen, aber Walgren laesst ihn nicht.


Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

Guest wollte anfuegen, dass Murray grossartige Behandlung in seiner Ordination anbietet. Guest sagt auch, dass er nicht von den Medien bezahlt wurde und er sprach mit den Medien, weil er glaubt, dass Murray Unterstuetzung braucht.


Nochmaliges Kreuzverhoer durch Walgren

Guest sagt, dass nichts seine Meinung ueber Murray aendern koennte.

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:28

12. Zeuge der Verteidigung: Lunette Sampson - Patient


Direktverhoer durch Chernoff

Sampson hatte 3 Herzattacken. Im Jahr 2008 hatte sie einen Herzinfarkt waehrend Murray nicht in der Stadt war. Ein anderer Arzt sagte ihr, sie waere okay. Murray hat dem Arzt nicht zugestimmt und wollte, dass sie eine Untersuchung macht. Sie machte die Untersuchung nicht und hatte noch einen Herzinfarkt.

Sampson sagt, dass Murray sehr fuersorglich ist und sich fuer die Patienten Zeit nimmt (er beeilt sich nicht).

Sampson sagt, Murray ist nicht geldgierig und kuemmert sich pro bono (gratis) um Leute und zahlt fuer Medikamente, wenn die Patienten sie nicht bezahlen koennen.


Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren fragt, wer sie gebeten hat, auszusagen. Sampson sagt, sie wurde von Murray's PR-Leuten kontaktiert.

Murray hat nie erwaehnt, dass er fuer MJ arbeiten wuerde. Er sagte nur, er wuerde fuer ein Jahr nach London gehen und hat ihr einen anderen Arzt empfohlen. Sampson sagt, sie war ungluecklich, weil sie anderen Aerzten nicht vertraut, wegen dem, was ihr passiert ist.

Walgren erwaehnt einen Straf-Brief ("discipline letter"), den Murray vom Sunrise Spital bekommen hat. Am 24. Dezember wurde Murray um 11 Uhr und um 11:05 Uhr vormittags gerufen. Murray hat das Spital gegen 12:00 Uhr zurueckgerufen und bat die Mitarbeiter, einen anderen Arzt zu rufen. Murray kam um 13:56 Uhr nachmittags ins Spital. Das war 3 Stunden nachdem er gerufen wurde und es bestand ein ernstes Risiko fuer Blutgerinnsel bei einem Patienten.
Sampson wusste nicht von dem Brief.

Walgren fragt, was fuer eine Behandlung Sampson bekommen hat. Sie sagt, fuer eine Herzkrankheit. Walgren fragt, ob Murray wusste, was der andere Arzt gemacht hatte, weil derandere Arzt eine Krankenakte fuehrte.


Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

Die Vorgehensweise dieses Spitals war so, dass Aerzte innerhalb von 1 Stunde und 20 Minuten zurueckrufen muessen.

Quelle: MJJC

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Re: Verhandlung.Tag 1,2..............

Beitrag von Billie - Jean am Do 27 Okt 2011 - 7:31

13. Zeuge der Verteidigung: Dennis Hix - Patient


Direktverhoer durch Chernoff

Hix wohnt in einem Haus nebenan von Murray's Kindern in Las Vegas und hat Murray um 1999 kennengelernt. Er hatte ein Herzproblem. Sein vorheriger Arzt sagte ihm, dass das nicht repariert werden kann, aber Murray hat sein Problem repariert. Murray hat 6 Stents in einem
Spital eingesetzt.

Hix sagt, Murray ist der beste Arzt und er half seinem Bruder gratis, weil dieser kein Geld hatte, um in die Notaufnahme zu gehen.


Kreuzverhoer durch Walgren

Hix hat im Jahr 2009 einen Brief von Murray erhalten. Murray hat nicht gesagt, was er vor hatte zu tun und hat MJ nie erwaehnt.

Walgren fragt, wofuer Hix behandelt wurde. Es war fuer eine Herzkrankheit und einige andere Dinge, aber es war nicht fuer Schlafstoerungen oder Drogen/Medikamentenabhaengigkeit. Hix sagt, er weiss nicht, ob Murray eine Krankenakte ueber seine Behandlung fuehrte.


14. Zeuge der Verteidigung: Ruby Mosley - Patient


Direktverhoer durch Chernoff

Mosley wohnt in der "Acres Home" Gemeinde. Acres Home ist ein Gebiet mit Pensionisten niedrigen Einkommens. Mosley sagt, sie kannte Murray's Vater. Im Jahr 2006 hat Murray dort eine Klinik zum Gedenken an seinen Vater eroeffnet.

Mosley sagt, Murray ist nicht geldgierig und wenn er geldgierig waere, wuerde er keine Klinik in einem Gebiet mit Menschen mit niedrigem Einkommen aufmachen. Mosley sagt, Murray hat in Houston nicht viel Geld gemacht und hat die Klinik eroeffnet, weil sein Vater dort eine Klinik hatte und Murray hatte eine Zusage gemacht, die medizinische Fuersorge nach seinem Vater weiterzufuehren.

Mosley sagt, sie und ihr Mann sind bei Murray in Behandlung. Murray hat bei ihr Stents eingesetzt


Kreuzverhoer durch Walgren

Walgren fragt, ob Mosley Sade Anding kennengelernt hat. Mosley sagt, sie hat Murray in seiner Klinik gesehen und weiss nicht, was er in seinem privaten Leben tut.

Mosley sagt, Murray ist sehr kompetent und kann Details in Bezug auf Plaene fuer medizinische Behandlung auswendig aufsagen.


Nochmaliges Direktverhoer durch Chernoff

Mosley sagt, dass Murray sich Zeit genommen hat fuer die Patienten und er hat ihr alles erklaert. Termine konnten eine Stunde dauern. Mosley sagt, er sah die Patienten, egal, wie lange es dauerte.

Mosley sagt, sie vermisst Murray.


Die Sitzung endet frueh aufgrund von Terminproblemen.

Quelle: MJJC

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